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	<title>Drums &#8211; Low Volume Drumming</title>
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	<description>Akustisch Schlagzeug spielen unter erschwerten Bedingungen</description>
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	<title>Drums &#8211; Low Volume Drumming</title>
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		<title>Alles Vintage &#8211; was macht alte Drums so gut?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Korth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2024 10:50:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Drums]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich erhielt ich diese E-Mail, und ich dachte, dass dies ein sehr interessantes Thema ist, das ich gerne ansprechen möchte: Moin Stefan, ich war Samstag <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/alles-vintage-was-macht-alte-drums-so-gut/" title="Alles Vintage &#8211; was macht alte Drums so gut?">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich erhielt ich diese E-Mail, und ich dachte, dass dies ein sehr interessantes Thema ist, das ich gerne ansprechen möchte:</p>
<blockquote><p><em>Moin Stefan,</em><br />
<em>ich war Samstag auf einem Musikerflohmarkt, und da war ein Typ, der alte Schlagzeuge wieder instand setzt und sagt, dass die alten 30-50 Jahre alten Holzkessel besser klingen, weil sie richtig durchgetrocknet sind, ähnlich wie bei den Vintage-Gitarren von Fender, Gibson und Gretsch.</em><br />
<em>Was denkst du darüber?</em><br />
<em>Gibt es Vorteile von alten 30-50 Jahre alten Schichtholzkesseln im Vergleich zu neuen Holzkesseln, abgesehen davon, dass sie damals in Deutschland und Japan hergestellt wurden und nicht in China?</em></p>
<p><em>Sonnige Grüße, Klaus</em></p></blockquote>
<p>Die Annahme, dass &#8222;durchgetrocknetes Holz&#8220; Vorteile bei Schlagzeugen bietet, würde ich eher als Mythos einstufen. Der Verweis auf Gitarren macht deutlich: Hier geht es nicht um das Alter des Holzes &#8211; man kann auch neue Instrumente aus 50 Jahre altem Holz herstellen, da oft das Holz bereits Jahrzehnte vor dem Bau gelagert wurde -, sondern um die Tatsache, dass sich bei Vollholzdecken diese &#8222;einschwingen&#8220;, d.h., sie werden durch regelmäßiges Spielen ständig in Schwingung versetzt, was den Klang beeinflusst. Das ist eine laienhafte Beschreibung, da ich nicht genau weiß, wie dieser Prozess vonstattengeht, und es wohl eher eine Vermutung als eine genaue Wissenschaft ist (in Blindtests mit echten Stradivaris und künstlich gealtertem Holz konnten die Zuhörer die Stradivari nicht mehr eindeutig identifizieren und bevorzugten die neuen Geigen &#8211;<a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/geigen-mythos-blindtest-entzaubert-die-stradivari-a-806748.html">Link</a>)</p>
<p>Wie auch immer die Theorie lautet, sie schließt definitiv Sperrholzdecken aus.</p>
<p>Nun haben wir bei Schlagzeugen das Problem, dass wir nicht die Decke, sondern den Korpus bauen. Der Korpus schwingt nicht, und er besteht aus Schichtholz. Diese Erklärung funktioniert hier also nicht.</p>
<figure id="attachment_565" aria-describedby="caption-attachment-565" style="width: 345px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="565" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/alles-vintage-was-macht-alte-drums-so-gut/goldensnare/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?fit=524%2C634&amp;ssl=1" data-orig-size="524,634" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;13&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 5D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1178368702&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;50&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;1600&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="goldensnare" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?fit=248%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?fit=524%2C634&amp;ssl=1" class="wp-image-565" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?resize=345%2C417&#038;ssl=1" alt="" width="345" height="417" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?w=524&amp;ssl=1 524w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?resize=248%2C300&amp;ssl=1 248w" sizes="(max-width: 345px) 100vw, 345px" /><figcaption id="caption-attachment-565" class="wp-caption-text">Moderne Snare Drum mit &#8222;Vintage Kessel&#8220; &#8211; dampfgebogenes Walnuss Holz mit Verstärkungsringen.</figcaption></figure>
<p>Es kann jedoch durchaus sein, dass ältere Instrumente besser klingen als heutige, aber das kann verschiedene Gründe haben. Der allererste Grund ist wohl, dass Schlagzeuge heute anders gebaut werden als noch in den 50ern. Mit dem Beginn der Beat-Ära begann auch die Massenproduktion von Schlagzeugsets, was zu komplett anderen Produktionsmethoden und Kesselaufbauten führte. Vorher wurde das Holz dreilagig verleimt und dann um einen Verstärkungsring gerollt, ähnlich wie beim Gitarrenbau, während man Mitte/Ende der 60er Jahre fast vollständig auf industrielle Fertigung mit Kessel- bzw Zargenpressen umstellte. Der Begriff &#8222;Kessel&#8220; ist eigentlich unpassend für das, was wir beim Schlagzeug finden: Pauken haben Kessel, Schlagzeuge haben Zargen. Kessel haben immer einen Boden; wenn er kein Wasser halten kann, ist es eine Zarge. Leider hat sich beim Schlagzeug der Begriff &#8222;Kessel&#8220; eingebürgert, obwohl wir eigentlich wissen sollten, dass das falsch ist, da wir für den Wasserkessel denselben Begriff verwenden. Leider, denn dadurch werden oft Eigenschaften, die einem Kessel eigen sind, fälschlicherweise auch auf eine Zarge übertragen, obwohl sie musikalisch eine völlig andere Funktion und Physik haben.</p>
<p>Man muss also genauer hinsehen, warum man meint, dass ältere Schlagzeuge besser klingen. Ich würde das nicht pauschal bestätigen, sondern nach äußeren Merkmalen suchen: In der Zeit vor &#8217;64 gab es keine Marshall-Verstärker auf den Bühnen, die übertönt werden mussten; Schlagzeugsets wurden als akustische Instrumente für den Raum gebaut, nicht halbakustisch für die Verstärkung. Heute werden Schlagzeuge jedoch hauptsächlich für Mikrofone gebaut; das Synonym für Schlagzeug ist &#8222;laut&#8220;, was bereits darauf hinweist, dass es nicht gut klingt (wir definieren Lautstärke nicht anhand von Schalldruck, sondern Klang; einen unausgewogenen, unangenehmen Klang empfinden wir als laut). Die Lautstärke der Trommeln kam nicht von ungefähr. Ich habe dazu bereits einen längeren Artikel verfasst, zusammen mit Wayne Blanchard, A&amp;R bei Sabian seit den 80ern, der mit Künstlern wie Mike Portnoy und Phil Collins gearbeitet hat und die 60er Jahre noch live erlebt hat:</p>
<p><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/how-did-drumming-get-so-damned-loud/" target="_new" rel="noreferrer noopener">https://www.lowvolumedrumming.org/how-did-drumming-get-so-damned-loud/</a> (derzeit nur auf Englisch, aber leicht mit deepl.com übersetzbar, wenn der Browser das nicht automatisch macht…)</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_558" aria-describedby="caption-attachment-558" style="width: 493px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-558 " src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?resize=493%2C493&#038;ssl=1" alt="" width="493" height="493" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?w=612&amp;ssl=1 612w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w" sizes="(max-width: 493px) 100vw, 493px" /><figcaption id="caption-attachment-558" class="wp-caption-text">Das Recording-Setup bei den Aufnahmen für das Debütalbum von Royal Blood. Dank eines akustisch optimierten Schlagzeugs wurde das Set fast ausschließlich mit dem Raummikrofon aufgenommen. Dank warmer Stimmung können so auch die tiefen Obertöne eingefangen werden, die beim Close-Miking nicht erfasst werden.</figcaption></figure>
<p>Die großen Schlagzeuge, wie wir sie von den Jazzbands der 60er kennen, waren bereits vor der Verstärkung auf Lautstärke ausgerichtet, da eine Bläserbigband verdammt laut sein kann. Normale Schlagzeugsets hatten jedoch in der Regel kleinere Größen, eine 18-20-Zoll-Bassdrum, recht flache, kleine 10- oder 12-Zoll-Snares und oft Bongos anstelle von Toms. Auch die Spielweise (traditioneller Griff) trug dazu bei, dass diese Schlagzeuge wesentlich angenehmer klangen als ihre modernen Pendants. Dies wurde durch die Verwendung von Kalbfellen, kleinere Korpusgrößen und dünnere Korpusse erreicht (die Verstärkungsringe waren technisch notwendig und nicht entscheidend &#8211; bei modernen Schlagzeugen sind sie aufgrund der völlig anderen Bauweise überflüssig und führen nicht zu dem gewünschten Ergebnis, da sie nicht den Klang des Korpus so warm machen…). Zwar führte bereits die Einführung von Kunststofffellen zu einem deutlich lauteren Spiel der Schlagzeuger, aber mit der Beat-Ära begann auch eine Zeit, in der Schlagzeuger häufiger ohne traditionelle Ausbildung in ihrer Spieltechnik einfach losspielten und dabei von großen, lauten Trommeln angezogen wurden. Schlagzeuge, die auf klangliche Qualität optimiert sind, wurden von ihnen gemieden, und heute finden sie kaum noch ihren Weg in den Handel. Stattdessen wurde zur Gewohnheit, dass jede Trommel einzeln mit mindestens einem Mikrofon abgenommen und verstärkt wird, egal wie klein die Veranstaltung ist. Schließlich war der Motor der Beat-Ära und der folgenden Zeit die Rockmusik, was bedeutete, dass elektrisch verstärkte Musik populär wurde. Der Klang wurde dadurch flexibler (&#8222;fix it in the mix&#8220;), und Ausgewogenheit war nicht mehr notwendig. Dass das Schlagzeug &#8211; eigentlich ein akustisches Instrument &#8211; zu einem halbakustischen Instrument mutierte, fällt meist nur den Schlagzeugern auf, die viel akustisch spielen, und dann oft ohne zu wissen warum, auf Instrumenten spielen, die vor den 60ern gebaut wurden. Eigentlich sollten heutige Schlagzeuge, wie es bei halbakustischen Instrumenten üblich ist, mit einem eigenen Abnahmesystem geliefert werden, aber das hat sich nicht durchgesetzt ($$$ &#8211; warum sollte man Mikrofone mitbezahlen, wenn sie in der Veranstaltung sowieso bereitgestellt werden?!)</p>
<p>Nun weißt du, warum. Nein, es liegt nicht am Holz. Aber ja, solche Schlagzeuge können, wenn sie gut in Schuss sind, sehr gut klingen.</p>
<p>Dies ist quasi das Fachgebiet von Adoro, da sie ebenfalls Schlagzeuge für den akustischen Einsatz bauen, und die obige Erklärung muss normalerweise vorangestellt werden, um zu erklären, was der Unterschied zu normalen Schlagzeugen ist. Denn dass Schlagzeuge heute quasi halbakustische Sets ohne Abnahmesystem sind, weiß fast niemand.</p>
<p>Der Vorteil echter akustischer Schlagzeuge ist übrigens, dass sie mit jedem guten Mikrofon gut klingen und wenig Erfahrung bei der Abnahme erfordern &#8211; ein gutes akustisches Instrument kann man mit einem guten Kondensatormikrofon abnehmen, mit möglichst großem Abstand (mindestens 30 cm, besser 1-2 m), dann klingen sie voller, und mit neutraler EQ-Einstellung (ursprünglich nur zum Entzerren gedacht, um den akustischen Klang möglichst verlustfrei reproduzieren zu können). Und man benötigt auch keine speziell für Schlagzeuge präparierten Räume. Es ist seltsam, dass &#8222;normale&#8220; Schlagzeuge für eine Abnahme nur in teuren Studios gut klingen, mit einem speziell für Schlagzeug ausgelegten Raum, mit speziellen Schlagzeugmikrofonen und isoliert von allen anderen Instrumenten.</p>
<p>Wer das nicht will, greift zu Vintage-Schlagzeugen oder kauft ein Adoro-Set 🙂</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/faz_stefan_th.jpg?resize=100%2C100&#038;ssl=1" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/admin/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Korth</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Stefan ist Schlagzeugbauer und Unternehmer. Mit seinen &#8222;leisen Schlagzeugen&#8220; hat er einen eigenen Ansatz an das Trommelbauen: er hat sich auf den Bau von Schlagzeugen spezialisiert, die tatsächlich akustisch gespielt werden. Passend dazu schuf und vertreibt er sehr erfolgreich die Silent Sticks, Trommelstöcke, die 80% leiser sind, sowie Heritage Heads, Attack-reduzierte Schlagzeugfelle  für den akustischen Einsatz. Er ist verheiratet, hat 5 Kinder, und lebt mit seiner Familie in Hamburg.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/madmarian/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Warum haben Toms tiefer werdende Kessel?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Korth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 12:16:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Drums]]></category>
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					<description><![CDATA[Bevor die Mikrofonierung selbstverständlich wurde, waren akustische Schlagzeuge genau das: akustisch. Und wenn sie lauter sein sollten, haben die Schlagzeughersteller sie größer und tiefer gemacht. <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/warum-haben-toms-tiefer-werdende-kessel/" title="Warum haben Toms tiefer werdende Kessel?">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor die Mikrofonierung selbstverständlich wurde, waren akustische Schlagzeuge genau das: <em>akustisch</em>. Und wenn sie lauter sein sollten, haben die Schlagzeughersteller sie größer und tiefer gemacht. Das führte zu einigen Kombinationen von Durchmesser und Tiefe, die klanglich nicht optimal sind, weil hinter ihnen keine musikalische Absicht lag, sondern nur mehr Lautstärke. Aber das Konzept &#8211; größere Durchmesser mit längeren Kesseln für mehr Lautstärke und einen tieferen Ton &#8211; wurde populär, weil die Spieler glaubten, dass diese längeren Kessel tatsächlich mehr Bässe liefern. Und zudem, nun ja, ein Schlagzeug mit Toms, die von der kleinsten Trommel zur größten immer länger werden &#8211; eine Abfolge von aufsteigenden Toms &#8211; sieht wirklich stimmig aus, denn so kennen wir es ja auch von vielen anderen Instrumenten, wie der Orgel. Oder?</p>
<p>Wir haben uns halt an diesen Look gewöhnt&#8230;</p>
<p>Aber einige Größen sind nicht so perfekt wie andere. Man nennt dies das &#8222;Middle-Tom-Syndrom&#8220;, da das mittlere Tom in der Regel das Problem ist. Und warum? Weil es klanglich nicht als mittleres Tom konzipiert wurde. Es wurde entwickelt,<strong> um lauter zu sein</strong>.</p>
<p>Verwirrt? Lass&#8216; mich das erklären&#8230;</p>
<p>Hatten Trommeln schon immer unterschiedliche Kessellängen? Nein.</p>
<figure id="attachment_430" aria-describedby="caption-attachment-430" style="width: 814px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-430" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2021/03/percussions.png?resize=678%2C153&#038;ssl=1" alt="" width="678" height="153" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2021/03/percussions.png?w=703&amp;ssl=1 703w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2021/03/percussions.png?resize=300%2C68&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2021/03/percussions.png?resize=600%2C136&amp;ssl=1 600w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /><figcaption id="caption-attachment-430" class="wp-caption-text">Jeder Trommeltyp hier hat unterschiedliche Durchmesser, aber die gleiche Tiefe.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den frühen 1960er Jahren bestand ein typisches Schlagzeug aus einem High- und einem Low-Tom. Wenn es zwei High Toms gab, waren sie oft gleich groß (Keith Moon spielte drei, alle 12&#8243; x 8&#8243;) oder hatten unterschiedliche Durchmesser, aber die gleiche Tiefe (10&#8243; x 8&#8243; und 12&#8243; x 8&#8243;). Aber wenn Congas, Bongos, Timbales und Pauken unterschiedliche Durchmesser, aber die gleiche Tiefe haben, warum sind dann die kleineren Trommeln in einem Schlagzeug flacher und die größeren tiefer? Erzeugt ein tieferer Kessel einen tieferen Klang? Nein. Die Tiefe wird durch das Stimmen erreicht, oder wenn das Fell einer Trommel mit größerem Durchmesser genauso straff gespannt ist wie das einer kleineren Trommel. Stimmt man 10&#8243;- und 12&#8243;-Toms auf die gleiche Spannung, sorgt der größere Durchmesser der 12&#8243;-Trommel dafür, dass sie tiefer klingt als die 10&#8243;-Trommel (genau genommen in etwa eine Terz, was recht praktisch ist). Warum also tiefere Trommeln?</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_431" aria-describedby="caption-attachment-431" style="width: 548px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-431" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2021/03/drums.png?resize=548%2C308&#038;ssl=1" alt="" width="548" height="308" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2021/03/drums.png?resize=678%2C381&amp;ssl=1 678w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2021/03/drums.png?zoom=2&amp;resize=548%2C308&amp;ssl=1 1096w" sizes="auto, (max-width: 548px) 100vw, 548px" /><figcaption id="caption-attachment-431" class="wp-caption-text">Mit zunehmendem Durchmesser der Toms nahm auch die Tiefe der Kessel zu. Aufsteigende Toms sehen familiär aus &#8211; wir kennen das von Orgelpfeifen und den Resonatoren vom Vibraphon. Dort allerdings ändert sich nicht der Durchmesser, nur die Länge!</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tiefe? Die Lautstärke ist schuld</strong></p>
<p>Als die Beatles 1962 auf den Plan traten, wurde der Rock &#8217;n&#8216; Roll mehr Rock als Roll. Man nannte sie Beat Music (daher BEATLES). Ringo, dessen Kits bis 1964 aus 20&#8243;, 12&#8243; und 14&#8243; bestanden, wechselte zu 22&#8243;, 13&#8243; und 16&#8243; (1967 kam ein 12&#8243; hinzu), um über den schreienden Fans gehört zu werden. Ende 1966, als The Who, Cream und Jimi Hendrix Experience mehrere 100-Watt-Marshall-Stacks aufdrehten, waren die Schlagzeuger überfordert.</p>
<p>Doch als Carmine Appice 1967 mit Vanilla Fudge auftauchte, galt auch für das Schlagzeug das Mantra &#8222;größer ist besser&#8220;. Sein vierteiliges Red Sparkle-Kit mit einem 26-Zoll-Bass und überdimensionalen Toms bestätigte, dass größer auch lauter bedeutet.</p>
<figure id="attachment_589" aria-describedby="caption-attachment-589" style="width: 627px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="589" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/warum-haben-toms-tiefer-werdende-kessel/ludwig62/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?fit=1216%2C952&amp;ssl=1" data-orig-size="1216,952" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="ludwig62" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?fit=300%2C235&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?fit=678%2C531&amp;ssl=1" class="wp-image-589 " src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?resize=627%2C491&#038;ssl=1" alt="" width="627" height="491" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?w=1216&amp;ssl=1 1216w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?resize=300%2C235&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?resize=1024%2C802&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2022/01/ludwig62.jpg?resize=768%2C601&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px" /><figcaption id="caption-attachment-589" class="wp-caption-text">Standard-Größen bis Mitte der 60er: wer zwei Hängetoms wollte, musste halt zwei 12er nehmen. Man kann die ja unterschiedlich stimmen. die 16er und 18er FT sind jeweils gleich tief (16&#8243;) &#8211; erst im Katalog 1967 bricht Ludwig mit dieser Konvention und bietet erstmals eine 13x9er Tom als Option an. Damit wurde das klassische Setup geboren, das bis Ende der 90er der Standard wurde: 12&#215;8, 13&#215;9, 16&#215;16, 22&#215;14&#8243;</figcaption></figure>
<p>Als er später ein Ahornset mit 2 x 26-Zoll-Bassdrums vorstellte, wollten Schlagzeuger wie John Bonham dasselbe. Also entwarfen die Hersteller lautere Trommeln. Und wie? Größere Durchmesser, dickere Kessel, tiefere Größen. Statt eines 18&#8243; oder 20&#8243; x 14&#8243; Kick mit 12&#8243; x 8&#8243; und 14&#8243; x 14&#8243; Toms wurden 22&#8243;, 13&#8243; x 9&#8243; und 16&#8243; x 16&#8243; zum Standard, wobei viele Rocker auf 24&#8243; oder 26&#8243; Basstrommeln (immer noch 14&#8243; tief), 14&#8243; oder 15&#8243; Hi-Toms und 18&#8243; Floor Toms umstiegen.</p>
<p>Inspiriert von Hal Blaines Studio-Kit spielte Appice dann ein Octa-Plus-Setup mit mehreren Toms, das acht Hi-Toms in den Größen 6&#8243; bis 18&#8243; umfasste, wobei mit jeder Vergrößerung des Durchmessers &#8211; einschließlich der &#8222;ungeraden&#8220; Größen 13&#8243; und 15&#8243; &#8211; auch die Kessellänge zunahm. Hier zeigte sich das Konzept der aufsteigenden Toms &#8211; hohe Töne bis hin zu tiefen Tönen von Trommeln, deren Kessellänge immer weiter nach unten anstieg &#8211; besonders deutlich.</p>
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<p><strong>Zu viel Luft geschluckt</strong></p>
<p>Eine tiefere Trommel ist nicht nur lauter, sondern sie klingt auch deutlich anders. Da die Luft, die das Innere der Trommel füllt (etwa 1,3 g pro Liter Kesselgröße), der Luftbewegung beim Anschlagen des Fells einen Widerstand entgegensetzt, ist ein tieferer Kessel (der noch mehr Luft enthält) weniger resonant, wodurch die Ansprache trockener und deutlich perkussiver wird als bei einem flacheren. Das bedeutet, dass bei 12&#8243; x 8&#8243;, 12&#8243; x 10&#8243; und 12&#8243; x 12&#8243; Toms die 12&#8243; x 8&#8243; am resonantesten und klangvollsten ist, da ihre kürzere Kesselform den geringsten Luftwiderstand bietet. Daher ist es bei einem 12&#8243; x 8&#8243;, 13&#8243; x 10&#8243; und 16&#8243; x 16&#8243; Setup schwieriger, das mittlere Tom so warm, klangvoll und resonant klingen zu lassen wie das kleinere. Das ist das <em>Middle-Tom-Syndrom.</em></p>
<p>Dennoch schienen Multi-Tom-Setups mit Kesseln, die mit jeder größeren Fellgröße einen zusätzlichen Zoll oder mehr abfallen, legitim. Ähnlich wie bei den Röhren eines Vibraphons, die nach unten hin abfallen, gab es doch sicher einen musikalischen Grund für die zusätzliche Länge dieser Toms? Nein, wir haben uns geirrt: Die Vorstellung, dass eine zusätzliche Länge den Ton verschlechtert, ist ein Mythos. Sogar ich bin schuldig, denn die 12-Zoll-Toms, die ich herstelle, sind etwa einen Zoll tiefer als die 10-Zoll-Toms, einfach weil längere Toms irgendwie &#8222;richtig&#8220; aussehen. Mit dem Aufkommen tieferer Basstrommeln, einige 20&#8243; oder länger, glaubten die Schlagzeuger auch, dass sie tiefer klängen, obwohl das Gegenteil der Fall war.</p>
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<p><strong>Floor-Toms sind anders</strong></p>
<p>Was ist nun mit den Floor Toms? Sie sind viel länger als hohe Toms, in der Regel mit einer Länge, die ihrem Durchmesser entspricht (14&#8243; x 14&#8243;, 16&#8243; x 16&#8243;), und wir erwarten, dass sie anders spielen, nicht wie eine tiefe hohe Tom. Aber wie anders? Im Gegensatz zu einem High Tom, das an einem Punkt aufgehängt ist (externe Halterung, Bajonettbefestigung oder Isolationsrand), steht ein Floor Tom auf Beinen, die die Resonanzschwingungen auf den Boden übertragen, wodurch das Sustain verringert und eine trockenere Ansprache erzeugt wird (was auch geschieht, wenn ein High Tom in einen Snare-Ständer gestellt wird). Schlagzeuger, die große montierte High Toms anstelle von Floor Toms verwenden, bemängeln oft, dass der Sound zu dröhnend ist und es ihm an Definition fehlt. Das liegt daran, dass diese Trommeln ohne Beine, die ihre Schwingungen dämpfen, stärker mit den tiefen Tönen mitschwingen, was dazu führt, dass die Anschlagdefinition &#8222;matschig&#8220; wird. Die größere Länge der Floor Toms dient also nicht dazu, die Tonhöhe abzusenken, sondern dazu, die Lautstärke zu erhöhen und die Resonanz zu dämpfen, damit die Töne ihre Definition behalten.</p>
<p>Wenn man zwei Standtoms baut, damit sie klanglich in ein Setup passen, müssten sie die gleiche Tiefe haben (z. B. 16&#8243; x 16&#8243; und 18&#8243; x 16&#8243;). Und tatsächlich war das auch in der Vergangenheit der Standard, in vielen alten Katalogen finden wir, dass die Floor Toms meist gleich tief gebaut wurden; erst in den Katalogen ab Ende der 60er wichen die Hersteller davon ab.</p>
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<p><strong>Die Zukunft ist akustisch</strong></p>
<p>Das Optimum sollte sein, Trommeln zu bauen, die für sich genommen gut klingen und miteinander kompatibel sind. Einige Schlagzeughersteller bieten inzwischen verschiedene Durchmesser an, die sich in der Tiefe ähneln oder übereinstimmen. Das ist gut. Ich baue 8&#8243;- und 10&#8243;-Toms in der gleichen Tiefe, da das 8&#8243;-Tom bei einer Verkürzung im Vergleich zum Rest des Kits deutlich weniger laut wäre.</p>
<p>Es ist möglich, dass tiefere Trommeln ursprünglich beliebt waren, weil die Spieler große Größen und Lautstärke mit Männlichkeit und Rock &#8217;n&#8216; Roll assoziierten. Aber machen wir uns nichts vor: Schlagzeuge müssen nicht mehr laut sein. Nicht nur die Bühnenlautstärke ist gesunken (20- und 30-Watt-Gitarrenverstärker haben die mächtigen Marshalls ersetzt), sondern auch die Mikrofone allgegenwärtig. Geringere Lautstärken auf der Bühne bedeuten einen besseren Sound für den Tontechniker vor der Bühne und für das Publikum, das es hören kann. Die zwanghafte Mikrofonierung des Schlagzeugs könnte der Vergangenheit angehören.</p>
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<p><strong>Die Realität</strong></p>
<p>Die Auswirkungen von Covid auf die Live-Szene bedeuten, dass sich die Dinge nach der Pandemie für Monate, vielleicht sogar Jahre, ändern könnten. Bands sollten sich auf kleinere Veranstaltungsorte und vielleicht auf die Abschaffung der exzessiven Instrumentenmikrofonierung einstellen. Das bedeutet, dass sie die Kontrolle über den Bühnensound übernehmen müssen, vor allem, wenn dies alles ist, was das Publikum draußen hören wird. Genauso wie Gitarristen die Verstärkerleistung reduziert haben und sich jetzt auf den Klang konzentrieren, sollten Schlagzeuger vielleicht ein Schlagzeug spielen, das zum Auftritt passt. Es geht nicht mehr darum, laut zu sein, sondern um Dynamik, Klangqualität und eine ausgewogene Reaktion von Schlagzeug zu Schlagzeug.</p>
<p>Wie üblich konzentrieren sich die großen Marken auf das, was sich am besten verkauft (bzw was von den Geschäften bestellt wird), während die Boutique-Schlagzeugbauer die Trommeln wieder zu dem machen, was am besten klingt. Als unabhängiger Hersteller, der viele längere Power&#8220;-Kessel aus den 1980er und 90er Jahren kürzt, damit sie mehr Ton und Sustain haben, habe ich erlebt, dass viele Spieler überrascht waren, dass ihre neu gekürzten Trommeln zwar etwas weniger laut sind, dafür aber wesentlich besser klingen. Ich versichere also, dass kürzere Kessel nichts sind, wovor man sich fürchten muss. Längere Toms mögen in den MTV-Videos der 1980er Jahre cool ausgesehen haben, aber rückblickend könnte man sagen, dass es sich lediglich um Bühnenrequisiten handelte.</p>
<p>Die MTV-80er Jahre sind nun 40 Jahre her: Schlagzeuge müssen nicht mehr lang und laut sein. Es besteht kein Bedarf an lauten Kesseln. Es ist an der Zeit, dass ein Schlagzeug nicht nur akustisch gut klingt, sondern auch in Bezug auf Lautstärke, Klang und Sustain innerhalb eines Sets ausgewogen klingt, auch wenn es nicht mikrofoniert ist. Und das beginnt mit kürzeren Kesseln und der Vermeidung des &#8222;Middle-Tom-Syndroms&#8220;.</p>
<p><em>Sei klug: Wähle mit deinen Ohren, nicht mit deinen Augen.</em></p>
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<p>EDIT: Ein Leser fragte, wo ich als Trommelbauer tätig bin. Ich dachte, das sei offensichtlich, aber da der Artikel auch außerhalb dieses Blogs geteilt wird, werde ich auch hier meine Firma nennen: adoro-drums.com ist ein deutscher Schlagzeughersteller, der sich auf akustische Schlagzeuge spezialisiert hat. Und ich schreibe Artikel wie diesen, weil die meisten Schlagzeuger nicht wissen, dass die meisten Trommeln _nicht_ für akustische Zwecke gebaut werden, sondern für Lautstärke. Und ja, ich verstehe es, große und laute Trommeln ziehen Schlagzeuger magisch an. Aber das Richtige zu tun, ist sehr erklärungsbedürftig&#8230;</p>
<p>Vor kurzem haben wir die Silent Sticks entwickelt, die das Schlagzeug weniger laut machen. In der Werbung sagen wir 80%, aber in Wirklichkeit sind es 800% oder bis zu 8 Mal weniger laut als normale Sticks. Bei solchen Sticks ist ein kleineres, vernünftigeres Schlagzeug ein großes Plus für einen tollen Sound. In Kombination mit unserer Worship-Serie beträgt der Lautstärkeunterschied bis zu 20 dB! Wenn also jemand fragt, ob man weniger laut trommeln und trotzdem gut klingen kann, lautet die Antwort: Ja&#8230; das ist unser Hauptfachgebiet!</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/faz_stefan_th.jpg?resize=100%2C100&#038;ssl=1" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/admin/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Korth</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Stefan ist Schlagzeugbauer und Unternehmer. Mit seinen &#8222;leisen Schlagzeugen&#8220; hat er einen eigenen Ansatz an das Trommelbauen: er hat sich auf den Bau von Schlagzeugen spezialisiert, die tatsächlich akustisch gespielt werden. Passend dazu schuf und vertreibt er sehr erfolgreich die Silent Sticks, Trommelstöcke, die 80% leiser sind, sowie Heritage Heads, Attack-reduzierte Schlagzeugfelle  für den akustischen Einsatz. Er ist verheiratet, hat 5 Kinder, und lebt mit seiner Familie in Hamburg.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/madmarian/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div>]]></content:encoded>
					
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		<title>7 Tipps zum Schlagzeug leiser machen &#8211; ohne mies zu klingen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Korth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 22:13:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Drums sind laut, keine Frage. Manchmal einfach zu laut, so sehr man sich auch anstrengt, leise zu spielen. Hier unsere 7 Top Tipps, um die <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/7-tipps-zum-schlagzeug-leiser-machen-ohne-mies-zu-klingen/" title="7 Tipps zum Schlagzeug leiser machen &#8211; ohne mies zu klingen!">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Drums sind laut, keine Frage. Manchmal einfach zu laut, so sehr man sich auch anstrengt, leise zu spielen.</p>
<p>Hier unsere<strong> 7 Top Tipps,</strong> um die Lautstärke in den Griff zu bekommen, aber nicht einfach nur durch stumpfes Abkleben mit Taschentüchern oder ähnlich kontraproduktive Aktionen, die den Sound deiner Drums vermiesen. Denn eines sei vorangestellt: <strong>ein gut klingendes Schlagzeug ist per Definition leiser als ein schlecht (laut) klingendes!</strong> Alle Aktionen, die wir unternehmen, um das Schlagzeug leiser zu machen, müssen daher immer auch den Klang <em>verbessern</em>, was leider nicht immer so einfach ist. Aber das Ergebniss kann sich sehen, bzw hören lassen.</p>
<blockquote><p><em>Für wen dieser Atikel ist: Drummer, die regelmäßig leise spielen müssen, zb kleine Clubgigs, bei den Proben, in Kirchen etc.</em><br />
<em>Für wen der Artikel NICHT ist: für Drummer, die extrem leise üben möchten, ohne ihren Spielstil zu ändern, und dafür bereit sind, auf Sound komplett zu verzichten.</em></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Prelude: Es gibt schon unzählige Tutorials, wie man Schlagzeuge leiser bekommt. Dafür gibt es Übungspads, Neoprenbezüge für Becken, Überzüge aus Gummi für Sticks, mies klingende aber leise Low-Volume Becken erstaunlich prominenter Markenhersteller etc. Eines haben diese Lösungen aber alle gemeinsam: sie verschlechtern zunächst einmal massiv den Klang, und sind somit kein Mittel, um z.B. bei Konzerten die Schlagzeuglautstärke in den Griff zu bekommen. Hier würden schon wenige dB leiser einen sehr großen Unterschied machen &#8211; alle 3dB verdoppelt sich die benötigte Energie; um also ein Schlagzeug zu übertönen, muss für jede 3dB die Musikanlage doppelt so viel Leistung haben. Oft ist es ein Kampf zwischen dem Bühnensound &#8211; dominiert vom Schlagzeug &#8211; und der PA, und meist kann man erst, wenn die PA übertönt wurde, einen guten Sound im Raum erzielen. Bei normalen Konzerten ist es üblich, dass die Anlage daher so viel Power hat, dass die Bühne mühelos übertönt werden kann. Bei kleineren Gigs &#8211; und solche dürften in Zeiten von Corona und auch lange danach wohl noch eher der Standart sein  &#8211; wird nun die Bühnenlautstärke das größte Problem. <strong>Wir können es uns nicht leisten, auf der Bühne schlecht zu klingen, wenn der Bühnensound dominiert.</strong></p>
<p>Der Kampf gegen das akustische Schlagzeug ist das tägliche Brot des Tontechnikers; Drummern ist oft nicht bewusst, dass ihr Instrument eigentlich kein wirklich akustisches ist- es klingt erst abgenommen ausgewogen und angenehm. Ohne Abnahme dominieren Snare und Becken, und ohne Nahbesprechungseffekt klingen die Drums dünn und &#8211; laut. Würden Drums besser &#8211; ausgewogener &#8211; klingen, wie etwa ein Klavier, wäre eine Verstärkung nur notwendig, um es lauter zu machen- nicht leiser! Tatsächlich wird aber die Verstärkung genutzt, um i.d.R. Drums besser klingen zu lassen &#8211; und somit weniger laut. Das setzt aber natürlich eine leistungsstarke PA voraus. Aber es geht auch anders&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. Tipp: Sticks</p>
<p>2. Tipp: Heads</p>
<p>3. Tipp: Tuning &#8211; Stimmen</p>
<p>4. Tipp: richtiges Dämpfen</p>
<p>5. Tipp: Weapon of choice &#8211; die richtigen Drums</p>
<p>6. Tipp: die richtigen Cymbals</p>
<p>7. Tipp: Room Treatment &#8211; Schallabsorber etc.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. Tipp: Sticks<br />
</strong>(Aufwand: sehr gering; Kosten: niedrig)<strong><br />
</strong></p>
<p>Wir fangen bei den Stöcken an. Wer leise spielen soll/will, sollte sich zuerst mal leichteren Stöcken oder Alternativen zuwenden. Es sollte klar sein, dass Sticks Marke Baseballschläger nicht sonderlich zum leisen Spiel geeignet sind. Hier mögen manche Technik-Freaks einwenden, dass es nur auf die richtige Technik ankommt &#8211; ja, das mag sein, aber ein schwerer Stock wird auch immer mehr Velocity aufbauen, man spielt automatisch lauter, und holt weiter aus beim Spielen. Im Gegenzug werden die Bewegungen beim Spiel mit leichteren Sticks meist deutlich kleiner, da die Sticks weniger stark zurückprallen, und somit bei gleicher Kraft gespielt weit weniger weit geworfen werden. Unsere Bewegungen werden daher mit leichten Stöcken fast automatisch kleiner, passen sich den Stöcken an.</p>
<p>Alternativen zu den normalen Sticks können zb. der sehr leichte ProMark JazzCafe MJZ11 (leider inzwischen nicht mehr verfügbar&#8230;) oder <a href="https://custom-drums.de/de/shop/drum-sticks/rohema-sticks/rohema-tango-sticks-hornbeam/">Rohema Tango Hornbeam</a> sein. Mit diesen Sticks erhält man immer noch einen angenehmen Klang auf den Becken und Toms.</p>
<p>Sind diese Sticks noch zu laut, greift man meist zu gebündelten Stäbchen namens Hot Rods, die leider aber meist kaum leiser als normale Sticks sind, und dabei noch einen recht eigenen Klang haben. Eine löbliche Ausnahme hier ist der <a href="https://www.customdrums.de/de/drum-sticks/regulardrumsticks/beech-soft-rods-detail">Beech Soft Rod mit Kautschuk Kern</a>, der tatsächlich erstaunlich leise für Rods ist.</p>
<figure id="attachment_406" aria-describedby="caption-attachment-406" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="406" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/7-tipps-zum-schlagzeug-leiser-machen-ohne-mies-zu-klingen/woodbackground_silentsticks_blue/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?fit=1000%2C667&amp;ssl=1" data-orig-size="1000,667" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="woodbackground_silentSticks_blue" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?fit=300%2C200&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?fit=678%2C452&amp;ssl=1" class="wp-image-406 size-medium" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?resize=600%2C400&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/woodbackground_silentSticks_blue.jpg?w=1000&amp;ssl=1 1000w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-406" class="wp-caption-text">Leiser geht es kaum: SIlent Sticks von Adoro</figcaption></figure>
<p>Wirklich richtig leise &#8211; und wir sprechen hier von bis zu 80% leiser als Sticks und Rods &#8211; sind <a href="https://custom-drums.de/de/shop/drum-sticks/adoro-silent-sticks/adoro-silent-sticks-x-grip/">Adoros Silent Sticks</a>, zu denen wir hier im Blog auch schon einen Testbericht gepostet haben. Diese Sticks alleine würden schon rechtfertigen, diesen Artikel hier als erfolgreich gemastert abzuschliessen. Ehrlich, wenn ihr diese Sticks noch nicht kennt, und ab und an leise spielen wollt, schaut sie euch an, und legt euch ein paar zu, denn noch einfacher kann man nicht, ohne riesigem Aufwand, von normal auf leise umschalten! Und wer sie schon kennt, teste ggf mal die neuen Silent-E-Sticks, eigentlich für e-drums gedacht, mit fetterem Soft-Grip, und einem weicherem Tip, klingt dieser sogar noch etwas leiser als die originalen Silent Sticks, was ich schon gar nicht für möglich hielt. Diese Sticks sind zudem auch sehr gut geeignet, um als Percussionist mal Handpercussions wie Bongos oder Conga, Tabla etc mit Sticks zu spielen, ohne die Felle zu ruinieren.</p>
<p>Natürlich gehören in dein Arsenal dazu auch noch Alternativen wie Besen und Fellschlägel.</p>
<p>Es ging aber ja darum, den Klang beim leise Spielen zu erhalten oder gar zu verbessern. Daher gehen wir nun noch etwas weiter. Die Sorge, welche viele Drummer haben, ist, dass sie fürchten, nicht mehr gut zu klingen, wenn sie leiser spielen. Dem kann man mit diesem und den folgenden Tipps helfen &#8211; es ist nämlich gar nicht nötig, laut zu spielen, um gut zu klingen! Im Gegenteil, oft wird sich dein Sound sogar verbessern, wenn du leiser spielst, vorausgesetzt, du berücksichtigst die folgenden Tipps. Angefangen mit:</p>
<p><strong>2. Tipp: Heads &#8211; die richtigen Felle<br />
</strong>(Aufwand: gering; Kosten: mittel)<strong><br />
</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="528" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/heritage-heads-das-auge-hoert-mit/allinyourhead_heritage/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?fit=2705%2C1654&amp;ssl=1" data-orig-size="2705,1654" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="allinyourhead_heritage" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?fit=300%2C183&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?fit=678%2C414&amp;ssl=1" class="alignright  wp-image-528" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?resize=384%2C235&#038;ssl=1" alt="" width="384" height="235" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?w=2705&amp;ssl=1 2705w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?resize=300%2C183&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?resize=1024%2C626&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?resize=768%2C470&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?resize=1536%2C939&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?resize=2048%2C1252&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/02/allinyourhead_heritage.png?w=1356&amp;ssl=1 1356w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /></p>
<p>Eine einfache Fausregel ist, dass, je dicker das Fell ist, desto mehr Energie benötige ich, um es zum Klingen zu bringen. Wurden dicke doppellagige Felle eigentlich erfunden, um dem brachialen Spielstil mancher Drummer zu trotzen, sind sie heute oft die Ausrede für anhaltend lautes Spiel &#8211; sie klingen meist leise gespielt nicht so gut. Also, wer leise(r) spielen will, sollte abstand von allen doppellagigen Schlagfellen nehmen, und sich eher einlagige, beschichtete Felle wie das Ambassador Coated von Remo, oder gar das Diplomat Fell, auswählen. Von Adoro, den Fachleuten, wenn es um leise Drums geht, gibt es sogar ein spezielles <a href="https://custom-drums.de/de/shop/drum-heads/by-series/heritage/adoro-heritage/">Heritage Fell</a>, ein Ambassador-dünnes Fiber-Fell mit patentierter Fasermischung, die dem Fell nicht nur ein harmonisches Obertonspektrum verpasst, sondern auch den Attack deutlich reduziert, wie bei einem echten Naturfell, nur deutlich weniger zickig 🙂 Zudem ist das Heritage Fell noch etwa eine Terz tiefer bei gleicher Spannung wie ein gleichdickes normales Fell, was die Stimmung deutlich leichter von Hand gehen lässt und den Stimmbereich drastisch nach unten erweitert. Fetter Sound garantiert!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Tipp: Tuning &#8211; die richtige Stimmung<br />
</strong>(Aufwand: gering; Kosten: niedrig)</p>
<figure id="attachment_182" aria-describedby="caption-attachment-182" style="width: 221px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="182" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/drum-tuning/drum-tuning-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/02/drum-tuning.jpg?fit=376%2C499&amp;ssl=1" data-orig-size="376,499" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="drum tuning" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/02/drum-tuning.jpg?fit=226%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/02/drum-tuning.jpg?fit=376%2C499&amp;ssl=1" class="wp-image-182" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/02/drum-tuning.jpg?resize=221%2C293&#038;ssl=1" alt="Drum Tuning" width="221" height="293" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/02/drum-tuning.jpg?resize=226%2C300&amp;ssl=1 226w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/02/drum-tuning.jpg?w=376&amp;ssl=1 376w" sizes="auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px" /><figcaption id="caption-attachment-182" class="wp-caption-text">Der Klassiker von Nils Schröder, mit Hörbeispielen!</figcaption></figure>
<p>Diese Felle haben zudem einen höheren Stimmumpfang, und lassen sich tiefer als doppellagige Felle stimmen. Zwar klingen doppellagige Felle dumpfer, wegen der immensen Reibungsverluste durch ihre zwei Lagen &#8211; aber die Grundstimmung der Felle ist meist deutlich höher als bei einlagigen Fellen. Dies ist wichtig zu wissen, vor allem wenn man leise spielen will. Denn hier gilt: so tief stimmen wie möglich. Zu diesem Thema verlinke ich gerne nochmal auf unseren Workshop &#8222;<a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/warme-stimmung-was-ist-es-und-warum-will-ich-es/">Warme Stimmung, was ist es und warum will ich es</a>&#8222;. Ich will es hier nur kurz zusammenfassen, wür mehr Details lest bitte <a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/warme-stimmung-was-ist-es-und-warum-will-ich-es/">dort</a> nach: Warme Stimmung bedeutet, dass das Schlagfell tiefer als das Resonanzfell gestimmt wird; dadurch wird ein angenehm warmer Ton erzeugt, da die Felle durch Obertöne eine Oktave unter dem Grundton angereichert werden &#8211; auf Deutsch: es klingt fett. Als Faustregel kann man sagen: zieh die Schlag- und Resonanzfelle reihum handfest an &#8211; ohne Stimmschlüssel. Das gibt dir den tiefst stimmbaren Ton (achte darauf, dass keine Falten entstehen; lassen diese sich nicht vermeiden, check, ob der Kessel plan ist&#8230; dazu später noch mal mehr!); auf der Reso-Seite einfach nun an jeder Schraube ca. eine halbe Umdrehung höher stimmen, damit kommt man in den warmen Bereich, und landet in etwa bei einer Terz über dem Schlagfell-Ton. Da die Kessel ja unterschiedliche Durchmesser haben, sind diese meist bei in etwa gleicher Spannung auch untereinander etwa eine Terz auseinander, sehr praktisch.</p>
<p>Beim Stimmen <strong>am besten mit deinem leichtesten Stick anspielen,</strong> das offenbart Ungenauigkeiten in der Stimmung. Pauschal kann man sagen, dass verstimmte Kessel lauter gespielt besser klingen als leise, also gib dir Mühe beim Stimmen, ggf mal ein Buch dazu kaufen, wie zB. den <a href="https://www.amazon.de/Drum-Tuning-Weg-zum-Traumsound/dp/394153114X/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=drum+tuning&amp;qid=1606426171&amp;sr=8-5">Drum Tuning</a> Klassiker von Nils Schröder, sehr zu empfehlen.</p>
<p><strong>4. Tipp: richtiges Dämpfen<br />
</strong>(Aufwand: sehr gering; Kosten: sehr niedrig)</p>
<p>Das Abkleben der Felle als Mittel der Wahl zum Lautstärkereduzieren kann arg nach Hinten los gehen. Es ist okay, wenn einem die Kessel noch zu viel Obertöne haben, etwas mit Gaffa oder einem Moongel abzudämpfen (besser noch, ein halber Moongel), aber das Aufkleben von Taschentüchern, am Besten noch in der Mitte der Felle, tötet jeglichen angenehmen Ton. Wenn die Drums damit besser klingen, klangen sie wahrscheinlich vorher richtig mies, dann bitte wieder von Vorne anfangen&#8230; 🙂</p>
<p>Also, Finger weg von zu viel Dämpfmaterial, sowohl bei den Toms/Floortoms, als auch bei der Kick und Snare. Denn unser Ziel ist ja nicht, den Sound der 70er auferstehen zu lassen (hallo Pappkarton!), sondern die Drums im Klang so zu verbessern, dass sie weniger laut &#8211; also leiser &#8211; sind!</p>
<p>Letztlich reduzieren wir mit dem Dämpfen den Ton, und machen damit den Attack umso lauter, was subjektiv die Drums wieder lauter macht. Haben die Instrumente hingegen einen komplexen Sound mit ausreichend Obertönen, fügen sie sich meist in der Musik besser ein und wirken weniger laut. Hier ist also weniger wirklich weniger, nämlich weniger laut!</p>
<p><strong>5. Tipp: Weapon of choice &#8211; die richtigen Drums<br />
</strong>(Aufwand: gering; Kosten: sehr unterschiedlich)<strong><br />
</strong></p>
<p>Diesen Tipp kann man schon fast als Geheimtipp durchgehen lassen, denn jetzt kommt etwas, das kaum einer weiss: Schlagzeuge sind nicht zufällig ziemlich laut, und sie waren es auch nicht schon immer! Noch in den 40er und 50er Jahren waren Drum Sets in sich abgestimmte Musikinstrumente, welche, meist dank angenehm warm klingender Kalbsfelle, in Räumen gespielt ohne Verstärkung grandios klangen. Anders als viele Drummer glauben, hatten diese Sets auch meist eine eher kleine Bass Drum &#8211; üblich waren 18 und 20&#8243; &#8211; und kleinere Snare Drums &#8211; zwischen 10-12&#8243;, manchmal auch 14er Pancake Snares. Die moderne Rock Snare mit 14&#8243; war eigentlich eher aus dem Marching Bereich entlehnt, zum einen, weil Trommeln in den 50er und 60ern unheimlich teuer waren, und man gebraucht sehr gut an Marching Equipment kam &#8211; dann aber auch, weil sie so viel lauter waren, was mit der Marschallisierung der Bühnen (siehe <a href="https://www.lowvolumedrumming.org/how-did-drumming-get-so-damned-loud/">diesen Beitrag&#8230;</a>) ein angenehmer Nebeneffekt war. Die 60er und 70er sahen nicht nur durch die Popularität der Beatles einen Boom an Schlagzeugen, sie veränderten auch nachhaltig die Konstruktion von Schlagzeugen &#8211; gelobt war, was laut macht. Leider wurde das Drumset dadurch nicht nur wesentlich lauter, sondern auch unausgewogener im Klang -vor allem die Snare, aber auch die Becken, sind heute meist um bis zu 10dB lauter als das restliche Set, wodurch eine Mikrofonierung zur Nachjustierung dieser eklatanten Ungleichheit quasi der Status Quo wurden &#8211; Schlagzeuge werden per se immer abgenommen und verstärkt. Daher kann man gut behaupten, dass das normale, akustische Schlagzeug eigentlich ein semi-akustisches Instrument ist. Die Hersteller verlassen sich nicht nur bei den Lautstärkeverhältnissen auf die Technik, auch beim Klang profitieren sie vom Nahbesprechungseffekt, einer Kombination aus Kompression und Bass- und Tiefe-Mitten-Boost. Kein Wunder, dass unverstärkte Drums lauter klingen als abgenommene, ihnen fehlt, auch ohne equilizing, die Wärme und Ausgewogenheit im Klang.</p>
<figure id="attachment_221" aria-describedby="caption-attachment-221" style="width: 609px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="221" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/grosse-kessel-grosser-sound/walnut_worship_print/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/07/walnut_worship_print.jpg?fit=3628%2C2852&amp;ssl=1" data-orig-size="3628,2852" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 5D Mark II&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1390833632&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;50&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;800&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="walnut_worship_print" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/07/walnut_worship_print.jpg?fit=300%2C236&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/07/walnut_worship_print.jpg?fit=678%2C533&amp;ssl=1" class="wp-image-221" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/07/walnut_worship_print.jpg?resize=609%2C342&#038;ssl=1" alt="" width="609" height="342" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/07/walnut_worship_print.jpg?resize=678%2C381&amp;ssl=1 678w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/07/walnut_worship_print.jpg?zoom=2&amp;resize=609%2C342&amp;ssl=1 1218w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/07/walnut_worship_print.jpg?zoom=3&amp;resize=609%2C342&amp;ssl=1 1827w" sizes="auto, (max-width: 609px) 100vw, 609px" /><figcaption id="caption-attachment-221" class="wp-caption-text">Die Adoro Worship Serie ist für den Einsatz in lautstärkesensiblem Bereichen wie Kirchen optimiert.</figcaption></figure>
<p>Mit diesem Wissen dürfte einleuchten, dass es ggf auch Drums gibt, die nicht auf Lautstärke getrimmt wurden. Wer hier aber nicht auf &#8211; meist sehr teure und zudem rare &#8211; Drum Sets aus den 50ern oder 60ern zurückgreifen will, muss schon ganz schön suchen &#8211; oder auch nicht, denn zum Glück hat auch Adoro hier <a href="https://www.adoro-drums.com/worship-series/">wieder was auf Lager mit ihren Worship Drums</a>, die quasi das Erbe der wirklich akustischen Sets fortsetzen, mit modernen, leicht zu stimmenden Drum Sets.</p>
<p>Was, wenn man keine zweieinhalb Mille hat, um so ein Set zu kaufen? Pauschal kann man raten: nimm Drums mit 1-2 Nummern kleineren Kesseln, und wenn möglich, mit dünnen, kurzen Kesseln. Also eher die 10er als die 12er Tom, die 14 anstelle der 16er FT, und eine 18er oder 20er anstelle der 22er Kick. Zudem, eine leisere Snare &#8211; bitte keinen Stahlkessel oder ähnlich infernal lautes. Sollte man keine kleinere Holzsnare sein eigen nennen, kann man mit etwas eingelegtem Schaumstoff im Stahlkessel diese einigermaßen in Zaum legen &#8211; am Besten so plazieren, dass die Felle nicht berührt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. Tipp: die richtigen Cymbals</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="393" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/7-tipps-zum-schlagzeug-leiser-machen-ohne-mies-zu-klingen/dark_matter_flat_earth_ride/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?fit=300%2C300&amp;ssl=1" data-orig-size="300,300" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="dark_matter_flat_earth_ride" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?fit=300%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?fit=300%2C300&amp;ssl=1" class="wp-image-393 alignleft" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?resize=209%2C209&#038;ssl=1" alt="" width="209" height="209" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?w=300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?resize=70%2C70&amp;ssl=1 70w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/dark_matter_flat_earth_ride.jpg?resize=100%2C100&amp;ssl=1 100w" sizes="auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px" />Das Gegenteil gilt für die Becken: wer intuitiv kleinere Becken für leiseres Spiel nehmen will, wird schnell feststellen, dass diese meist wesentlich lauter sind. Bei den Becken gilt: große, dunkle und warm klingende Becken hellen, schrillen Becken vorziehen! Also lieber eine 15er oder 16er Hihat, 18er oder 20er Crashes, 22 ode 24&#8243; Rides. Da die Lautstärke bei den Becken zusammen hängt mit deren Dicke, Profil und Beschaffenheit, kann man mit dünneren, flachprofiligen Becken wesentlich dunkler und angenehmer klingen, und eine unbearbeitete Oberfläche kommt dabei meist noch mit einem sehr kurzen Decay entgegen. Hier empfehle ich <a href="https://custom-drums.de/de/produkt-kategorie/cymbals/series/dream-bliss/">Dream</a> Bliss oder Vintage Bliss Becken, als Ride gerne ein 24er Small Bell Flat Earth oder das <a href="https://custom-drums.de/de/shop/cymbals/series/dream-dark-matter/dream-dark-matter-series-flat-earth-22/">22er Dark Matter Flat Ride</a>.</p>
<p><strong>7. Tipp: Room Treatment &#8211; Schallabsorber &amp; co</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="394" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/7-tipps-zum-schlagzeug-leiser-machen-ohne-mies-zu-klingen/coronasucks-1/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?fit=1200%2C1200&amp;ssl=1" data-orig-size="1200,1200" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="coronasucks 1" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?fit=300%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?fit=678%2C678&amp;ssl=1" class="alignright size-medium wp-image-394" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=70%2C70&amp;ssl=1 70w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=600%2C600&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?resize=100%2C100&amp;ssl=1 100w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2020/11/coronasucks-1.jpeg?w=1200&amp;ssl=1 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und was ist mit üblichen Leisemachern wie Acrylwänden und co? Am Besten Finger weg! Ist teuer, und macht den Klang eher schlechter als leiser. Aber man kann dennoch was machen, und zwar am Raum und an der Positionierung. Achte darauf, dass die Drums im Raum so stehen, dass sie nicht durch die vorherrschende Akustik noch lauter gemacht werden. Einfach mal Kick und Snare in verschiedenen Bereichen des Raumes anspielen und schauen, wo sie lauter werden, und wo leiser. Ein Hinweis gibt dir die Raumbeschaffenheit. Am Besten nimmst du eh einen dicken Teppich für dein Drum Set, das schluckt viele Reflexionen. Das Set sollte auch nicht zu nah an eine Wand oder gar in die Ecke gestellt werden. Sind die Wände nackt, refelktieren sie sehr stark. Hier können Schallabsorber helfen. Dafür muss man nicht unbedingt viel Geld ausgeben, alles, was Schall schluckt, ist willkommen. Hinter dem Schlagzeug sollte ein dicker Vorhang hängen, der schluckt meist schon ganz gehörig vor allem hohe Frequenzen der Snare und der Becken. Molton, aber auch Filzdecken etc. eignen sich dafür sehr gut. Und wenn schon die Kirche eine Acrylwand angeschafft hat, bau sie nicht vor, sondern hinter dem Drum Set auf, behänge sie mit dicken Decken, und bau so deinen eigenen Absorber.</p>
<p>Mit diesen Maßnahmen kann dein Schlagzeug nicht nur bis zu 15dB leiser werden, es wird auch wesentlich besser klingen, wenn es leise gespielt wird.  Und gerade mit den Silent Sticks von Adoro erhältst du so ein Instrument, das nahezu so leise gespielt werden kann wie sonst nur Cajon.</p>
<p>Ich freue mich auch euer Feedback!</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/faz_stefan_th.jpg?resize=100%2C100&#038;ssl=1" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/admin/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Korth</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Stefan ist Schlagzeugbauer und Unternehmer. Mit seinen &#8222;leisen Schlagzeugen&#8220; hat er einen eigenen Ansatz an das Trommelbauen: er hat sich auf den Bau von Schlagzeugen spezialisiert, die tatsächlich akustisch gespielt werden. Passend dazu schuf und vertreibt er sehr erfolgreich die Silent Sticks, Trommelstöcke, die 80% leiser sind, sowie Heritage Heads, Attack-reduzierte Schlagzeugfelle  für den akustischen Einsatz. Er ist verheiratet, hat 5 Kinder, und lebt mit seiner Familie in Hamburg.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/madmarian/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Warme Stimmung: was ist es, und warum will ich es?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Korth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jan 2020 13:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Drums]]></category>
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					<description><![CDATA[TL;DR: Warme Stimmung bezeichet, wenn man eine Trommel am Reso-Fell ca. eine Terz höher stimmt als das Schlagfell, und dadurch Obertöne eine Oktave unter dem <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/warme-stimmung-was-ist-es-und-warum-will-ich-es/" title="Warme Stimmung: was ist es, und warum will ich es?">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>TL;DR:</p>
<p><em>Warme Stimmung bezeichet, wenn man eine Trommel am Reso-Fell ca. eine Terz höher stimmt als das Schlagfell, und dadurch Obertöne eine Oktave unter dem Grundton erhält.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alles Phett, oder was?!</strong></p>
<p>Viele Drummer wollen, dass ihre Drums schön &#8222;phett&#8220; und warm klingen. Ihre Lösung lautet daher, alle Felle so tief wie möglich zu stimmen. Kann schon nicht verkehrt sein, oder? Immerhin wird diese Art zu stimmen auch in diversen Online-Drum-Tutorials gelehrt, welche millionen von Views haben, wird also schon nicht verkehrt sein?!</p>
<p>Please. Don&#8217;t.</p>
<p>Ich möchte hier einen besseren Weg aufzeigen, wie man mit der richtigen Stimmung wirklich einen phetten, warmen Sound hin bekommt.</p>
<p>Es gibt nur drei Möglichkeiten, eine Trommel (mit zwei Fellen bestückt) zu stimmen:</p>
<p><strong>1. resonante Stimmung</strong>: Schlagfell und Resonanzfell auf die selbe Tonhöhe gestimmt<br />
(warum das keine gute Idee ist, dazu gleich)</p>
<p><strong>2. flache Stimmung</strong>: Schlagfell höher gestimmt als das Resonanzfell.<br />
(Dies resultiert in einem relativ hohen und zu dünnen Klang für unseren anvisierten Sound, darum gehen wir nicht weiter drauf ein)</p>
<p><strong>3. warme Stimmung</strong>: Resonanzfell höher gestimmt als das Schlagfell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Drummer tendieren sicherlich zur resonanten Stimmung; es ist wohl die populärste Art zu stimmen. Aber sie hat Nachteile:</p>
<ul>
<li>Beide Felle auf die gleiche Stimmung zu bringen verlängert das Sustain der Trommel, oft unkontrollierbar. Um es zu verkürzen, muss man entweder die Felle in sich oder gegeneinander (flache/warme Stimmung) verstimmen, oder Werkzeuge verwenden:</li>
<li>Das Abdämpfen der Trommel mit Moongel oder anderem Zeugs gibt dir wieder Kontrolle über das Sustain bei resonanter Stimmung, aber es verstärkt auch den Attack, welchen wir eigentlich nicht möchten (bei einem warmen, vollen Ton), und es dämpft nicht nur die Obertöne ab, sondern auch den Ton, den wir eigentlich hören wollen. Im Resultat klingt die Trommel dumpfer und leblos.</li>
<li>Dumpf klingende Drums mögen live gut funktionieren, und tatsächlich klingen solche Drums oft, wenn verstärkt und mit Nahbesprechungseffekt versehen, imposant. Aber bei normaler Lautstärke wiedergegeben fällt auf, dass die Drums immer noch dumpf und leblos klingen. Lautstärke und Nahbesprechungseffekt mögen uns live die Illusion eines guten Schlagzeugsounds geben. Das erklärt allerdings auch, warum Live-Aufnahmen oft so sehr unterschiedlich von Studioaufnahmen klingen, selbst, wenn die Performance perfekt ist. Darunter leidet die komplette, sonst vielleicht perfekte Aufnahme &#8211; der Drum Sound hat nun einmal einen großen Anteil am Gesamtsound.</li>
<li>Der größte Nachteil ist allerdings, dass die Drums nicht wirklich so warm und tief klingen, wie es ihnen technisch möglich wäre, denn wenn wir resonant stimmen, und wirklich tief, erleben wir, dass der Bass sich durch Phasenverschiebungen gegenseitig auslöscht durch asynchron schwingende gleichgestimmte Felle. Mikrofoniert bzw von Nahem mag das nicht auffallen, aber schon wenige Schritte entfernt fällt auf, dass die Drums zunehmend dünner und lärmiger klingen, anders als eigentlich erwartet. Dies resultiert in Problemen bei Übersprechungen auf andere Mikrofone bzw. den Bühnensound. Das ist so häufig der Fall heutzutage, dass man Drums fast schon reflexmäßig hinter Acrylwände, Soundkabinen oder gleich in seperate Räume steckt, die klanglich vom restlichen Studio entkoppelt sind, um Einsprechen (bleedings) in andere Mikrofone zu verhindern. Live erhält man mit Drums nur einen wirklich fetten Sound, wenn man den akustischen Klang der Drums übertönt&#8230;</li>
</ul>
<p><strong>Also, mal sehen, was wir mit der warmen Stimmung erreichen können&#8230;.</strong></p>
<p>Die warme Stimmung erhält ihren Namen von dem Effekt, welchen man erhält, wenn man das Resonanzfell deutlich höher als das Schlagfell stimmt, und zwar in etwa eine Terz höher. Je mehr man sich an diesen Wert annähert, desto mehr &#8222;Low End&#8220;, tiefen Bass, erhält der Sound, daher der Name: Warme Stimmung.</p>
<figure id="attachment_269" aria-describedby="caption-attachment-269" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="269" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/warme-stimmung-was-ist-es-und-warum-will-ich-es/two-string-powerchord-root-6th-string/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/Two-String-Powerchord-root-6th-string.png?fit=271%2C354&amp;ssl=1" data-orig-size="271,354" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Two-String-Powerchord-root-6th-string" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/Two-String-Powerchord-root-6th-string.png?fit=230%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/Two-String-Powerchord-root-6th-string.png?fit=271%2C354&amp;ssl=1" class="wp-image-269 size-medium" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/Two-String-Powerchord-root-6th-string.png?resize=230%2C300&#038;ssl=1" alt="Powerchord" width="230" height="300" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/Two-String-Powerchord-root-6th-string.png?resize=230%2C300&amp;ssl=1 230w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/Two-String-Powerchord-root-6th-string.png?w=271&amp;ssl=1 271w" sizes="auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px" /><figcaption id="caption-attachment-269" class="wp-caption-text">Powerchord auf der Gitarre</figcaption></figure>
<p>Was genau passiert hier? Wie schon erwähnt, versuchen die meisten Drummer intuitiv, einen tiefen Drum Sound allein durch tiefes Stimmen aller Felle zu erreichen, das resultiert aber in einem eher flachen, dünnen Sound (s.o.). Normalerweise werden nun die Felle noch zusätzlich abgedämft, um nun das unkontrollierte Sustain und die Obertöne kontrolliert zu bekommen, und somit die Ilusion eines tieferen Klanges (tatsächlich bedeutet eine Reduktion der Obertöne aber lediglich weniger Obertöne, nicht einen tieferen Ton als vorher; wir empfinden es lediglich subjektiv als tiefer). Wenn wir warm stimmen, nutzen wir die Gesetze der Physik für uns: die meisten von uns wissen sicher, was ein Power-Chord auf der Gitarre ist. Das ist ein Grundton, zusammen gespielt mit der Quinte; die daraus resultierenden harmonischen Obertöne entsprechen denen einer Oktave unter dem Grundton: man spielt zwei Töne, hört aber drei.</p>
<p>Diese Funktion machen wir uns zu Nutze. Da allerdings eine Trommel mit zwei Fellen, mit einer Röhre verbunden (dem Kessel) das Schwingungsverhalten der Felle stark gegenseitig beeinflusst, stimmen wir hier nicht auf die Quinte, der gewünschte Effekt kommt bereits bei etwa einer Terz. Wie sich das ganze genau physikalisch verhält, kann sicher <em>Nils Schröder,</em> auch Gastautor hier, weitaus eloquenter als ich erleutern, daher will ich es bei dieser laienhaften Erklärung bewenden lassen, und hoffe, dass ihr mir hier einfach glaubt und es selber ausprobiert&#8230;</p>
<p><em>Ein Beispiel:</em></p>
<blockquote><p>Stellen wir uns vor, wir würden eine Floortom exemplarisch auf <em>100Hz</em> stimmen, und das Resonanzfell entsprechend auf <em>130Hz</em> (Terz). Die aus dieser Kombination resultierende harmonische Obertonreihe liegt bei <em>50Hz</em>, die Oktave zum Grundton, was der Trommel eine Menge <strong>Low End</strong> gibt. Speziell kleine Drums klingen so riesig und ziemlich großartig. Mit der resonanten Stimmung wird man kaum so tief stimmen können.</p></blockquote>
<p><strong><span dir="ltr"><span class="_3l3x">Aber was passiert, wenn man die Drums abnimmt und verstärkt oder aufzeichnet?</span></span></strong></p>
<p><span dir="ltr"><span class="_3l3x">Bei Nahabnahme der Trommel würde man, im Beispiel der Floortom, nur die 100hz abnehmen und, dank Nahbesprechungseffekt, einen netten Boost der Bässe und tieferen Mitten erhalten, ähnlich wie bei der resonanten Stimmung. Das ist, was die meisten Tontechniker live haben wollen. Aber die Trommel produziert ja nun noch Obertöne bei 50Hz, welche man erst einige Dezimeter entfernt von der Trommel, also jenseits des Nahbesprechungseffekt, abgreifen kann. Dein Set klingt nun nicht nur bei den Aufnahmen fett, sondern auch schon live auf der Bühne oder im (Studio)Raum; plötzlich sind Übersprechungen auf anderen Mikrofonen kein Problem mehr, sie geben dem SOund mehr Fülle und lassen die Drums authentischer und komplexer, lebhafter und balancierter klingen. Darum verwenden gute Tontechniker im Studio meistens Raummikrofone für die Abnahme der Drums, und die Close Mikes nur noch zur Kontrolle und gelegentlichem Nachjustieren.</span></span></p>
<p>Zu wenige Drummer wissen über die Physik der Trommeln, und versuchen, den tiefen Sound durch möglichst tiefes Stimmen möglichst großer Trommeln zu erreichen. Die warme Stimmung funktioniert allerdings bei kleineren Drums umso besser. Perfekte Größen für diese Stimmung sind 8-14&#8243; für die Toms. Man kann auch die warme Stimmung bei der Bass Drum verwenden, aber wenn man sie ncht abnimmt, kann man auch versuchen, mit dem Resonanzfell die Frequenz einer Raumnode zu treffen (eine Frequenz, welche den Raum besonders laut resnieren lässt), falls sie nicht laut genug ist. Aber darauf kommen wir gerne in einem andere Workshop zurück.</p>
<p>Je größer die Trommel, desto mehr Attack erhält man, und es wällt uns schwerer, die tonalen Unterschiede zwischen ihnen zu hören; große, tief gestimmte Toms klingen irgendwie alle gleich, dank dem dominanten Attack.</p>
<p><strong>Wie sollte man die Drums nun am besten mikrofonieren?</strong></p>
<p>Wenn ein Drum Set gut klingt, akustisch, unverstärkt, wird das Mikrofonieren denkbar einfach: vergiss alles, was du über das Mikrofonieren von Drums gelernt hast, und stell dir einfach vor, du nimmst ein beliebiges akustisches Instrument ab, deren Klang so naturgetreu wie möglich abgenommen werden soll. Ein einzelnes Kondensatormikrofon auf der Position des zweiten Tom, auf Bass Drum und Snare ausgerichtet (Schmutzmikro) mag schon ausreichen, um das komplette Drum Set gut balanciert für eine Live Performance abzunehmen. Es lohnt sich, das Schlagzeug für diese Abnahme zu optimieren, vor allem, wenn man viel akustisch und wenig verstärkt spielt. Overheads, wie oft verwendet, würden wegen ihrer Nähe an den Becken diese meist deutlich zu laut abnehmen.</p>
<p>Mikrofoniert man andere akustische Instrumente, gilt die Regel, dass man möglichst 20-30cm vom Instrument entfernt abnehmen sollte, da man sonst riskiert, den Klang der Aufnahme zu sehr zu verfälschen. Beim Drum Set ist meist genau das, was wir wollen, aber nur, wenn wir es mit semi-akustischen Drums zu tun haben (Stage Drums). Wir nutzen den Nahbesprechungseffekt, um die akustisch eher dünn klingenden Drums mit einem Bass Boost zu versehen. Aber nun haben wir dem Drum Sound eine Oktave unter unserem Grundsound hinzugefügt; um diesen Bass mit bei der Abnahme zu haben, müssen wir umdenken und die Drums wieder wie ein richtiges akustisches Instrument behandeln!</p>
<p><strong>Akusische VS Semiakustische Instrumente</strong></p>
<p>Instrumente, welche wir nah, oder sogar innen mikrofonieren, sind semiakustisch. Der Klang, den wir durch Nahmikrofonierung bekommen, unterscheidet sich stark vom akustischen Klang des Instruments. Glaube mir, jeder Instrumentenbauer, der sehr viel Zeit und Arbeit in den Bau eines akustischen Instrumentes gesteckt hat, wird wenig begeistert sein über die Aussicht, dieses intern mikrofoniert zu sehen. Denn dies macht jedes akustische Instrument zu einem semiakustischen, und verfremdet den Klang drastisch.</p>
<p>In diesem Sinne haben wir meist unsere Drums falsch abgenommen, bzw wir behandeln sie wie semiakustische Instrumente. Und tastächllich gehen heute die Hersteller von Drums generell davon aus, dass diese eben so mikrofoniert werden. Das mag okay sein, wenn wir Drummer bei AC/DC sind mit entsprechendem Bühnensound, und generell immer so laut spielen können, wie wir wollen. Aber wir hatten einen langen Weg seit den 70ern; wir haben heute kleinere Gitarren- und Bass Amps, Ampsimulatoren, In-Ear-Monitorsysteme, und oft sind die Drums das einzige Instrument, das noch auf der ansonsten stillen Bühne zu hören ist. So, wie wir bisher &#8222;für das Mikrofon&#8220; gestimmt haben, ignoriert den Fakt, dass unser Instrument in erster Linie ein akustisches ist, und dass wir uns in einem Raum befinden, auf den man sich akustisch einstellen und ggf auch stimmen muss. Drums wurden als semi akustische Instrumente behandelt, und nicht lediglich lauter gemacht oder abgenommen.</p>
<p>Wenn wir nun eine leisere Bühne haben wollen für einen besseren Sound bei den Veranstaltungen, müssen wir die Drums nicht abkleben und möglichst leise machen; wir müssen lediglich realisieren, dass die Drums in einem Raum gespielt werden, welchen wir in unsere Kalkulation mit einbeziehen müssen. Das Schlagzeug auf eine Art zu stimmen, dass es voll und warm im Raum klingt macht die Mikrofonabnahme optional. Das bedeutet es, sein Schlagzeug tatsächlich wie ein akustisches Instrument zu behandeln.</p>
<p>Der nächste Schritt ist, sich Becken raus zu suchen, die klanglich passen. Leiser bedeutet hier größer, dunkler im Sound. Und wo wir schon dabei sind, habe ich schon erwähnt, dass sich kleine Drums (sofern nicht billig/schlecht verarbeitet) sehr gut für die warme Stimmung eignen? Generell haben akustische Instrumente eine relativ geringe Toleranz, was ihre baulichen Dimensionen angeht. Bestimmte Maße funktionieren nun einmal besser für den anvisierten Sound als andere, und manche Maße machen es nahezu unmöglich, den erwünschten Sound akustisch zu realisieren. Wir sind es aber gewohnt, dies mit Mikrofonen und Technik zu kompensieren, und erheben groß dimensionierte Schlagzeuge auf einen Olymp, wir müssen wieder realisieren, dass, wenn wir akustisch spielen, kleine Maße besser funktionieren. Warum?</p>
<p>Stimmen wir große Drums tiefer, mögen wir vielleicht eine Terz tiefer kommen als mit einem kleineren Drum Set, aber dank der warmen Stimmung haben wir ja bereits dem Sound eine tiefere Oktave hinzugefügt; auf kleineren Drum Sets bekommen wir einen klareren, definierteren Sound auch in der unteren Oktave. Gehen wir stimmtechnisch nun deutlich tiefer, verlieren wir diese leider wieder &#8211; der Sound wird weniger definiert, matschiger, und unsere Oktave wandert in den für menschliche Ohren nicht mehr wahrnehmbaren Bereich.</p>
<p>Speziell bei kleinen Drum Sets wird die Warme Stimmung ein Lächeln auf das Gesicht deiner Bandmitglieder und deines Publikums zaubern. Und dein Tontechniker wird es lieben, dass dein Sound nun weit weniger Geschraube erfordert&#8230;<br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/tRArvmb3TH0" width="340" height="215" frameborder="0" align="alignright" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span>﻿</span><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p><em>Ein warm gestimmtes Kinderschlagzeug (6/8/10&#8243; TT, 12&#8243; FT, 10&#8243; SD, 16&#8243; BD)</em></p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/faz_stefan_th.jpg?resize=100%2C100&#038;ssl=1" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/admin/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Korth</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Stefan ist Schlagzeugbauer und Unternehmer. Mit seinen &#8222;leisen Schlagzeugen&#8220; hat er einen eigenen Ansatz an das Trommelbauen: er hat sich auf den Bau von Schlagzeugen spezialisiert, die tatsächlich akustisch gespielt werden. Passend dazu schuf und vertreibt er sehr erfolgreich die Silent Sticks, Trommelstöcke, die 80% leiser sind, sowie Heritage Heads, Attack-reduzierte Schlagzeugfelle  für den akustischen Einsatz. Er ist verheiratet, hat 5 Kinder, und lebt mit seiner Familie in Hamburg.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/madmarian/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Große Kessel, großer Sound?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Schmieding]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 14:41:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Drums]]></category>
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					<description><![CDATA[“Männergrößen” bei Schlagzeugen sind insbesondere im Kreise von Rock Drummern angesagt. Klar geht es hier auch ein wenig um die Show. Andererseits halten sich aber <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/grosse-kessel-grosser-sound/" title="Große Kessel, großer Sound?">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="font-weight: 400;">“Männergrößen” bei Schlagzeugen sind insbesondere im Kreise von Rock Drummern angesagt. Klar geht es hier auch ein wenig um die Show. Andererseits halten sich aber auch gewisse Mythen um die Korrelation von Trommel-Durchmesser und -Tiefe und dem, wie man einen fetten Drumsound erreicht. Größere Trommeln klingen fetter, meint man, und tiefe Kessel gäben auch einen tieferen, satteren Sound. Stefan Korth von Adoro Drums räumt im folgenden Artikel einmal mit diesen Urban Legends des Schlagzeugsbaus auf.</span></em></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Warum kleinere Kessel in der Regel fetter klingen!</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Natürlich klingt ein 8&#8243; Tom höher als eine 28&#8243; Bassdrum. Der Durchmesser einer Trommel verändert aber nicht nur die Tonhöhe einer Trommel bei gleicher Fellspannung, sondern auch den Anteil von Ton und Attack. Generell kann man sagen, dass kleine Kessel einen deutlich definierteren Ton haben, während der Attack mit wachsendem Durchmesser zunimmt und immer dominanter wird. Dazu kommt, dass tiefere Töne schlechter wandern als hohe. Das hat zum Resultat, dass eine kleine Floortom in einigen Metern Entfernung deutlich fetter klingt, als eine grössere. Hier mag der Drummer, nah am Kessel, noch einen fetten, warmen Sound heraus hören, der versiegt aber sehr schnell und wird vom dominanten Attack überlagert. Das ist einer der Gründe, warum Drums in aller Regel mikrofoniert werden, egal, wie klein der Event. Ohne Mikrofone klingen große Kessel erst einmal dünner als kleinere.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Tiefere Kessel klingen nicht “tiefer” sondern einfach lauter.</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Kommen wir zur Kesseltiefe: Tiefere Kessel klingen nicht tiefer, Drums sind ja nun keine Orgeln, sondern die Tonhöhe wird durch den Durchmesser und die Stimmung bestimmt. Erst wenn die Tiefe eines Kessels ein Vielfaches des Durchmessers betrüge, würde dies tatsächlich auch die Tonhöhe der Trommeln modulieren. Octobans beispielsweise sind so konzipiert. Größere Tiefen bedeuten allerdings zweierlei: mehr Richtwirkung des Sounds (-lauter!) und mehr Dämpfung der Felle. Denn ein Liter Luft hat ca. 1.3g mit denen das Schwingen der Felle gebremst wird. Je tiefer der Kessel, desto größer die Dämpfung und deren Resultat nämlich ein perkussiverer Klang (weniger definierter Ton, mehr Attack). Da der Sound durch das Ausbremsen der Felle nun weniger Obertöne hat, empfinden wir ihn subjektiv als tiefer, tatsächlich erreichen wir aber denselben Effekt auch durch ein manuelles Dämpfen, z.b. mit Moongel.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Große Drums sind subjektiv lauter</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Große Drums, vor allem mit tiefen Kesseln, werden als laut empfunden, da sie, obwohl sie gegebenenfalls tiefer gestimmt sind, einen stärkeren Attack haben (dieser liegt bei ca. 2-3kHz) und der tonale Anteil (das &#8222;Fette am Sound&#8220; ) im Verhältnis leiser ist. Nun könnte man sagen: Egal, das machen wir mit der Mikrofonierung wieder wett. Immerhin bekommen wir durch Nahabnahme der Trommeln den sogenannten Nahbesprechungseffekt, der für einen angenehmen Boost der Bässe und tiefen Mitten sorgt. Das stimmt, aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum kleinere, kürzere Kessel großen und tiefen überlegen sind:</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Der “Warm Tuning” Effekt</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn ich Drums stimme, gibt es bei Trommeln mit Resonanzfell drei Möglichkeiten: Ich kann sie resonant stimmen &#8211; beide Felle auf den selben Ton; ich kann sie flach stimmen &#8211; Schlagfell höher als das Reso; oder ich kann sie warm stimmen (Reso höher als das Schlagfell). Wenn ich nun zwischen Grundton (Schlagfell) und Reso eine Quinte liegen habe, entsteht ein harmonischer Schwebeton, der dieser Stimmung ihren Namen gibt. Dieser liegt nämlich eine Oktave unter dem Grundton. Und hier erklärt sich nun auch, warum kleinere Drums tatsächlich akustisch sowie abgenommen fetter klingen als große Drums:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sagen wir, wir stimmen eine 14&#8243; Floortom auf 100Hz und das Reso eine Quinte höher auf 150Hz. Dann liegt der harmonische Schwebeton bei 50hz! Jetzt könnte man meinen, dass es logisch wäre, dass ein größerer Kessel, tiefer gestimmt, auch noch fetter klingen müsste. Da haben wir aber die Mathematik vergessen: Denn, wenn wir hier von Oktaven sprechen, wandert der Schwebeton relativ schnell aus dem für Menschen hörbaren Bereich heraus. Eine auf 60Hz gestimmte Tom, oder eine Bassdrum bei 40Hz, würde ihren Schwebeton bei 30  bzw. 20Hz erzeugen. Also sehr nahe an der Grenze unseres wahrnehmbaren Frequenzbereichs. Zudem brauchen solch tiefe Töne deutlich mehr Energie, weshalb wir diese sehr tiefen Schwebetöne, wenn überhaupt, nur noch extrem leise wahrnehmen würden.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Das Problem der Nahabnahme</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Nun könnte man mit Mikrophonen nachhelfen. Bei modernen Stage Drums wird oft sehr close mikrofoniert. An einer Trommel kann man so nur den tatsächlich gestimmten Ton abnehmen, dessen Schwebeton aber, der aus dem Zusammenklingen der beiden Felle entsteht (sowie auch aus dem Zusammenklingen mehrerer Toms) kann man eigentlich erst in einiger Entfernung zur Trommel abnehmen. Je tiefer, desto weiter entfernt. Da große Drums sehr viel Attack haben und akustisch etwas dünner klingen, eignen sie sich daher auch weniger für die Abnahme durch Raummikrofone. Da würde man vor allem den Attack aufnehmen, daher nutzt man hier den Bass- und Mittenboost der Nahbesprechung bei dynamischen Mikrofonen. Aber es kann nur geboostet werden, was auch in solcher Entfernung vorhanden ist. Die Schwebetöne werden so nicht abgenommen. Im Resultat kann man so ein Schlagzeug zwar laut und druckvoll abmischen, aber die wirklich tiefen Frequenzen sind so kaum einzufangen.</span></p>
<h3><span style="font-weight: 400;">Kleine Trommel fetter Sound?</span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Größe der Trommeln hat also wenig Auswirkung darauf, wie fett deine Drums klingen. Das Verständnis um diese physikalischen Eigenschaften ermöglicht, dass kleinere Drums, wenn richtig gebaut und gestimmt, größer klingen als tatsächlich große Trommeln, denn letztere benötigen für ihren vollen Klang auf jeden Fall immer Mikrofonierung. Durch den Nahbesprechungseffekt wird dann zwar der dünnere Klang ausgeglichen, man kann aber nur boosten was auch da ist, und daher reichen kleineren Drums in warmer Stimmung wesentlich tiefer als größere Kesseln. Das ist nicht nur ein Vorteil in akustischen Situationen &#8211; dein Kit klingt auch akustisch bereits einfach fetter, sondern durch entsprechende Mikrofonierung kann man auch die tiefen Schwebetöne gut einfangen. Beispielsweise auch über das gezielte Ausnutzen von Übersprechen zwischen den Mikrofonen.   </span></p>
<p><em>Ein gutes Beispiel für Kits, die trotz oder gerade aufgrund ihrer kleinen Kessel sehr fett und voll klingen, sind die Worship Series Drums von Adoro:</em></p>
<p>https://www.customdrums.de/de/shop/drums/worshipseries</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img alt='Christoph Schmieding' src='https://secure.gravatar.com/avatar/2df45c0dd6aae0eed43e6633362c3fa907a6914ec46e42965f350bb85d1c4742?s=100&#038;d=mm&#038;r=x' srcset='https://secure.gravatar.com/avatar/2df45c0dd6aae0eed43e6633362c3fa907a6914ec46e42965f350bb85d1c4742?s=200&#038;d=mm&#038;r=x 2x' class='avatar avatar-100 photo' height='100' width='100' itemprop="image"/></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/chrisdan/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Christoph Schmieding</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Aufgewachsen als Gemeindemusiker, trommelt Chris heute in verschiedenen Projekten im Bereich Singer/Songwriter, Gospel, Jazz und Improvisationsmusik. Chris ist Teil der Mosaik Community Düsseldorf, die im Rahmen ihrer &#8222;Kulturbühne&#8220; regelmäßig Konzerte mit bekannten Künstlern in Wohnzimmer Atmosphäre organisiert.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div></div></div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Leise Trommeln &#8211; die richtige Bassdrum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Schmieding]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Mar 2019 19:11:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Drums]]></category>
		<category><![CDATA[Heads]]></category>
		<category><![CDATA[Sticks]]></category>
		<category><![CDATA[Tuning]]></category>
		<category><![CDATA[akustischesschlagzeug]]></category>
		<category><![CDATA[leisebassdrum]]></category>
		<category><![CDATA[leisetrommeln]]></category>
		<category><![CDATA[lowvolumedrumming]]></category>
		<category><![CDATA[warmebassdrum]]></category>
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					<description><![CDATA[Leise Trommeln – die große Trommel Vielleicht fangen wir alle mal im lauten Proberaum an, spielen gegen kreischende Marshall Stacks und träumen davon in den <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/bassdrum/" title="Leise Trommeln &#8211; die richtige Bassdrum">[...]</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Leise Trommeln – die große Trommel</h4>
<p>Vielleicht fangen wir alle mal im lauten Proberaum an, spielen gegen kreischende Marshall Stacks und träumen davon in den heimischen Musikclubs ordentlich zu rocken. Vielleicht tun wir das auch oft heute noch. Bleibt man dran an der Sache mit dem Trommeln, lernt man jedoch schnell, dass die Musikwelt nicht nur aus lauten Bands und Festivals besteht, sondern ein Großteil der Livemusik heute in kleinen Bars, Clubs, Kirchen oder oft auch in heimischen Wohnzimmern stattfindet. Will man wirklich regelmäßig spielen, vielleicht auch, weil man sein Einkommen mit Musik bestreiten möchte, kommt man nicht um die Frage herum, wie arrangiere ich mich als Schlagzeuger mit Low Volume Situationen? Wie realisiere ich einen Schlagzeugsound, der auch in leiseren Kontexten gut funktioniert? Der fokussiert, voll, aber nicht zu aufdringlich daher kommt, eine moderate Gesamtlautstärke zulässt und auch meinen Mitmusikern noch genug Platz gibt.</p>
<h4>Nicht Power sondern Kontrolle ist gefragt</h4>
<p>Kriegt man Snares und Becken in kleineren Räumen oft einfach durch ein dynamischeres Spiel und eine passende Technik in den Griff, verhält es sich mit der Bassdrum meist etwas anders, da man hier an die Übertragungsleistung der Fußmaschine gebunden ist. Daher ist es nicht unbedingt sinnvoll eine Maschine mit exzentrischen Kettenblatt zu verwenden, da solche Pedale ein dynamisches Spiel kaum zulassen. Alte Pedale mit „Rolling Glide“ Kettenblatt, wie etwa die Klassiker von Camco, erfreuen sich daher auch heute noch großer Beliebtheit. Viele Fußmaschinen haben auch wechselbare Cams. Wer bisher nur PowerCams gespielt hat, sollte sich zuallererst einmal mit den Spieleigenschaften von runden Kettenblättern vertraut machen. Denn in Low Volume Situation zählt Kontrolle mehr als Power.</p>
<h4>Vintage Beater für einen wärmeren Sound</h4>
<p>Großen Einfluss hat natürlich auch die Wahl des Beaters. Mit einem weichen Vintage Schlägel hat man eine deutlich größere Aufschlagsfläche, produziert also viel Ton, Wärme und auch Punch, aber eben auch deutlich weniger Attack und &#8222;klackende&#8220; Obertöne. Vintage Schlegel werden von unterschiedlichen Firmen angeboten (z.B. Vic Firth VKB3), es gibt aber auch Überziehen (z.B. Muffkopf) aus leichtem Lammfell, die man über jeden gängigen Schlägel ziehen kann und damit fast noch bessere Ergebnisse erzielt. Vor allem hat man so auch die Möglichkeit schnell zwischen normalem Schlägelsound und weichem Bezug zu wechseln, was einem noch mehr Möglichkeiten im Spiel gibt.</p>
<h4>Kleiner ist feiner</h4>
<p>Gerade Bassdrums werden in kleine Räume oft stark verstärkt. Modelle ab 20“ können da oft schon zu viel Schmackes und Wummern haben, was man durch Stimmen oft gar nicht wirklich in den Griff bekommt. Manche stopfen ihre Resonanzkörper dann aus, was aber natürlich zu Lasten von Wärme und Ton geht. Daher bieten sich hier kleinere 18“ Bassdrums an, die in ihrem Charakter bereits deutlich fokussierter und auch transparenter klingen als ihre großen Kollegen. Wer jetzt meint, dass das doof aussieht, der sollte sich vielleicht einmal an einem Riser versuchen. Mit einem solchen Gadget kann der Kessel nämlich nicht nur deutlich freier schwingen, sondern man kann die Bassdrum auch problemlos um bis zu 4 Zoll anheben, wodurch sie deutlich weniger nach Jazz und Kinderschlagzeug ausschaut.</p>
<h4>Die richtigen Felle</h4>
<p>Kleinere Bassdrums haben zudem den Vorteil, dass sie meist sehr viel leichter zu stimmen sind. So müssen sie meinst auch nicht von Innen zusätzlich gedämpft werden um den Sound fokussiert zu machen. Eine Dämpfung des Schlagfells reicht hier meistens vollkommen aus. Will man nicht unbedingt jazzig offen spielen, bieten sich auch auf Resonanzseite vorgedämpfte Felle an. Hier kann man auf Felle mit speziellem Coating, wie etwa die Adoro Heritage Naturfelle, oder auf Varianten mit eingeprägte Dämpfungsringe zurückgreifen, die von den meisten Herstellern heute eigentlich auch als Grundausstattung aufgezogen werden. Als eine kleine Wunderwaffe bei kleineren Bassdrums haben sich zudem Schlagfelle mit einsetzbaren Schaumstoffringen erwiesen (z.B. Evans EMAD). So kann man nämlich spontan zwischen einem offenen, und einem stark fokussiertem Sound wechseln. Sehr praktisch, wenn man sowohl jazziges, als auch poppiges in einem Set spielt.</p>
<h4>Felle sollen schwingen</h4>
<p>Was man bei kleineren Bassdrums hingegen eher meiden sollte ist ein Loch in das Resonanzfell zu schneiden. Sicher, da meckert dann wieder der Tontechniker, weil er sein Mikro nicht in die Bassdrum legen kann, aber mal ehrlich &#8211; durch die Direktabnahme verlieren Trommeln in der Regel ihren Klangcharakter und ob man dann ein 5000 Euro Maple Kit oder ein 500 Euro Pappeleimer spielt, macht da meist keinen Unterschied mehr, da man über die Mikros eigentlich nur den Klang der Felle einfängt. Zudem werden in kleineren Locations Bassdrums häufig sowieso nicht abgenommen, und wenn, dann können Mikros durchaus auch einmal am Schlagfell positioniert werden, will man den Attack einer Bassdrum hervorheben. Kleinere Bassdrums verlieren bei einem Loch im Resonanzfell zudem schnell an Ton. Dieser Effekt ist hier drastischer ausgeprägt, als man dies bei 20“ oder 22“ Bassdrums beobachten kann, da kleinere Resonanzkörper bereits ein anderes Verhältnis von Kick und Ton mitbringen, deutlich kompakter und fokussierter klingen. Hier ist durch ein gezieltes Stimmen bereits ein sehr ausgewogener Sound zu erreichen.</p>
<h4>Nicht jeder Kessel klingt gleich</h4>
<p>Bei der Wahl der richtigen Bassdrum spielt auch die Frage der Kesselkonstruktion eine Rolle. Generell kann man sagen, und das gilt im speziellen auch für kleine Räume, dünnwandiger Kessel resonieren mehr, heißt sie haben mehr Ton und Wärme, dickwandige Kessel projizieren hingegen mehr, klingen also härter und perkussiver und somit auch subjektiv lauter. Nicht umsonst baut Adoro Drums beispielsweise ihre Bassdrums der Worship Serie sehr dünnwandig. Damit erhält man viel mehr tieffrequente Anteile im Sound. Die Bassdrum klingt einfach runder, erwachsener, sehr ähnlich einer 20 Zoll, nur in Volumen und Projektion deutlich zurückhaltender.</p>
<p>Kleine Bassdums mit dicken Kesseln sind hingegen super für eher perkussive Musik. Generell kann man aber sagen, dass es viel leichter ist eine warm klingende Bassdrum auch mal knackig zu stimmen, als eine sehr perkussive rund und warm. Mit einer Bassdrum mit sehr dünnen Kessel ist mal also deutlich flexibler unterwegs. Gerade im Bereich Singer/Songwriter, wo es oft eben nur auf einen warmen, möglichst attackarmen aber dennoch fokussierten Impuls ankommt, sollte man sein Instrument daher geschickt wählen. Selbst im Einsteiger- und Mittelklassebereich tun sich hier bei den Herstellern deutliche Unterschiede in der Konstruktion auf. Ein dünner Pappelkessel reagiert einfach anders als ein dicker Birkenkessel. Gerade in kleinen Räumen. Probiert es einmal aus!</p>
<h4>Zusammenfassung:</h4>
<p>Letztlich kommt es auf das Zusammenspiel an. Kleinere Bassdrums mit dünnen Kesseln bieten deutliche Vorteile hinsichtlich Flexibilität und Stimmbarkeit. Löcher im Resonanzfell sollte man hier aber eher sein lassen, da die Bassdrum so schnell an Klang verliert. Bei Fußmaschinen sollte man darauf achten, dass man die Übertragungsleistung wirklich gut kontrollieren kann. Bei der Fellwahl kann man, wenn eine jazzige, offene Stimmung nicht nötig ist, auf vorgedämpfte Felle zurückgreifen und sich so Innendämpfung in der Regel sparen. Schlagfelle mit wechselbarer Dämpfung sind hier definitiv eine Geheimwaffe, will man in seinem Sound flexibel bleiben. Gerade im Bereich Singer/Songwriter erzielt man zudem mit weichen Vintage Schlägeln tolle Ergebnisse.</p>
<p>Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img alt='Christoph Schmieding' src='https://secure.gravatar.com/avatar/2df45c0dd6aae0eed43e6633362c3fa907a6914ec46e42965f350bb85d1c4742?s=100&#038;d=mm&#038;r=x' srcset='https://secure.gravatar.com/avatar/2df45c0dd6aae0eed43e6633362c3fa907a6914ec46e42965f350bb85d1c4742?s=200&#038;d=mm&#038;r=x 2x' class='avatar avatar-100 photo' height='100' width='100' itemprop="image"/></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/chrisdan/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Christoph Schmieding</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Aufgewachsen als Gemeindemusiker, trommelt Chris heute in verschiedenen Projekten im Bereich Singer/Songwriter, Gospel, Jazz und Improvisationsmusik. Chris ist Teil der Mosaik Community Düsseldorf, die im Rahmen ihrer &#8222;Kulturbühne&#8220; regelmäßig Konzerte mit bekannten Künstlern in Wohnzimmer Atmosphäre organisiert.</p>
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