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	<title>Geschichte &#8211; Akustisch Schlagzeug spielen unter erschwerten Bedingungen</title>
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	<description>Akustisch Schlagzeug spielen unter erschwerten Bedingungen</description>
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		<title>Evans Calftone vs. Adoro Heritage</title>
		<link>https://www.lowvolumedrumming.org/de/evans-calftone-vs-adoro-heritage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Schmieding]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 17:21:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heads]]></category>
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					<description><![CDATA[Evans Calftone vs. Adoro Heritage: Welches Synthetik-Kalbsfell überzeugt wirklich? Wer gerne das Klangerlebnis echter Kalbsfelle auf seinen Drums möchte, ohne auf die Vorzüge moderner Kunststofffelle verzichten zu wollen, steht vor einer überschaubaren, aber interessanten Auswahl. Zwei Namen stehen dabei im Mittelpunkt: die Evans &#8217;56 Calftone und die Adoro Heritage. Beide versprechen warmen, organischen Ton – [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1 class="text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold">Evans Calftone vs. Adoro Heritage: Welches Synthetik-Kalbsfell überzeugt wirklich?</h1>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Wer gerne das Klangerlebnis echter Kalbsfelle auf seinen Drums möchte, ohne auf die Vorzüge moderner Kunststofffelle verzichten zu wollen, steht vor einer überschaubaren, aber interessanten Auswahl. Zwei Namen stehen dabei im Mittelpunkt: die <strong>Evans &#8217;56 Calftone</strong> und die <strong>Adoro Heritage</strong>. Beide versprechen warmen, organischen Ton – doch in der Praxis zeigen sich deutliche Unterschiede.</p>
<h3 class="text-text-100 mt-2 -mb-1 text-base font-bold">Evans Calftone: Klanglich überzeugend, aber dauerhaft problematisch</h3>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Die Evans &#8217;56 Calftone sind seit ihrer Einführung 2016 beliebt bei Jazz- und Vintage-Drummern. Das 7-Mil-Mylar-Basisfell mit synthetischer Faserbeschichtung liefert einen warmen, fokussierten Ton mit reduzierten Obertönen – ideal für klassisches Bebop-Tuning (<span class="inline-flex" data-state="closed"><a class="group/tag relative h-[18px] rounded-full inline-flex items-center overflow-hidden -translate-y-px cursor-pointer" href="https://www.musicradar.com/reviews/drums/evans-calftone-56-series-heads-646642" target="_blank" rel="noopener"><span class="relative transition-colors h-full max-w-[180px] overflow-hidden px-1.5 inline-flex items-center font-small rounded-full border-0.5 border-border-300 bg-bg-200 group-hover/tag:bg-accent-900 group-hover/tag:border-accent-100/60"><span class="text-nowrap text-text-300 break-all truncate font-normal group-hover/tag:text-text-200">MusicRadar</span></span></a>)</span>. Klanglich kann das Fell also punkten.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Das große Problem ist die Haltbarkeit. Viele Drummer berichten seit Jahren von Blasen- und Faltenbildung, teils bereits nach wenigen Gigs. (<span class="inline-flex" data-state="closed"><a class="group/tag relative h-[18px] rounded-full inline-flex items-center overflow-hidden -translate-y-px cursor-pointer" href="https://www.drumforum.org/threads/do-evans-56-calftone-heads-still-develop-a-crinkle.220245/" target="_blank" rel="noopener"><span class="relative transition-colors h-full max-w-[180px] overflow-hidden px-1.5 inline-flex items-center font-small rounded-full border-0.5 border-border-300 bg-bg-200 group-hover/tag:bg-accent-900 group-hover/tag:border-accent-100/60"><span class="text-nowrap text-text-300 break-all truncate font-normal group-hover/tag:text-text-200">Drum Forum</span></span></a>)</span> Ein Nutzer schildert, wie sein Calftone-Fell auf der Snare beim ersten Gig schon nach einer Stunde Blasen warf und das Besenspiel zunehmend erschwerte. Selbst Garantietausche führten zum gleichen Ergebnis – das Problem scheint konstruktionsbedingt zu sein. Wer viel mit Besen spielt, riskiert also, dass die Oberfläche die Bürstendrähte einfängt.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="602" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/evans-calftone-vs-adoro-heritage/hands-on-heritage/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?fit=2200%2C2200&amp;ssl=1" data-orig-size="2200,2200" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="hands-on-heritage" data-image-description="&lt;p&gt;Anders als bei den Mitbewerbern handelt es sich bei den Heritage Fellen nicht um einfache beschichtete Mylar Felle. Dadurch bleibt das Heritage Fell nicht nur lange Stimmstabil, es wellt auch nicht. &lt;/p&gt;
" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?fit=300%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?fit=1024%2C1024&amp;ssl=1" class="wp-image-602 size-medium" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="Eine Hand, welche ein Stück der Fasermischung hält, aus denen die Heritage-Felle gefertigt sind. " width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?resize=1536%2C1536&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2026/03/hands-on-heritage.jpg?resize=2048%2C2048&amp;ssl=1 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />&nbsp;</p>
<h5>Das Heritage Fell besteht aus einer patentierten Fasermischung, welche die besten Eigenschaften von Naturfellen mit den Vorzügen der Kunstfelle verbindet, ohne deren Nachteile: Stimmstabil, tief und leicht stimmbar, hervorragender warmer Klang.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<h3 class="text-text-100 mt-2 -mb-1 text-base font-bold">Adoro Heritage: Stabiler, tiefer, echter</h3>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Die Adoro Heritage Felle gehen den gleichen Weg – synthetisches Kalbsfell-Imitat – lösen aber die bekannten Schwachstellen. Hier fehlt die bei Evans und Remo übliche zusätzliche Lage Fasern, die folglich auch nicht zerspielt werden können. Das Fell selbst besteht aus einer dünnen Lage einer patentierten Fasermischung, aufgeraut für Besenspiel.  Laut Drummer Kris Redus, der das Fell ausführlich auf seinem Ludwig-Kit aus den 50ern getestet hat, klingt das Fell deutlich weniger nach Plastik als seine Mitbewerber. Der Anschlag ist weicher und abgerundeter, die Höhen rollen auf eine angenehme Art ab, und der Gesamtklang erinnert ihn an den Unterschied zwischen Kondensator- und Bändchenmikrofon: satt, warm, dunkel.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Entscheidend ist aber vor allem: Die Adoro Heritage Felle entwickeln keine Falten oder Blasen – ein direkter Vorteil gegenüber Evans Calftone und Remo Fiberskyn. Dazu kommt, dass sie sich deutlich tiefer stimmen lassen als herkömmliche Synthetikfelle, ohne dabei an Klangqualität einzubüßen. Für Studio-Drummer, die ein Set für lange Zeit montiert lassen, ist das ein erheblicher Vorteil. Dabei klingen die Heritage Felle nicht nur authentischer, wärmer, dabei offener, sondern sind auch noch günstiger, im direkten Vergleich zu den Calftone-Fellen und Remos Fiberskyns bis zu 30% günstiger!</p>
<h3 class="text-text-100 mt-2 -mb-1 text-base font-bold">Fazit</h3>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Wer ein authentisches Vintage-Feeling sucht und Wert auf Langlebigkeit legt, ist mit den Adoro Heritage Fellen besser beraten. Die Evans Calftone klingen gut – solange sie halten. Für den ernsthaften Studio- und Bühneneinsatz, gerade mit Besen, ist das schlicht zu wenig.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]">Kris Redus erklärt seine Erfahrungen mit den Adoro Heritage Fellen im folgenden Video:</p>
<p><iframe title="Adoro Heritage Drum Heads Review" src="https://www.youtube.com/embed/X7iFABwrPq4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
Wer Adoro Felle nicht kennt und glaubt, dass die Heritage Felle von Evans inspiriert seinen: tatsächlich fertigt Adoro diese Felle bereits seit 2011, also fünf Jahre, bevor Evans seine Calftone Heads einführte. Dass diese dennoch nicht so bekannt sind, muss wohl darauf zurück zu führen sein, dass man sie nicht so ohne weiteres überall kaufen kann. Zumindest in Deutschland kann man sie aber inzwischen schon in mehreren Läden erstehen, zb. bei Zoundhouse und <a href="https://www.shop2rock.de/shop/system/?func=searchdo&amp;cache=1773832177&amp;qsearch=adoro%20heritage&amp;gclid=EAIaIQobChMIqoXM16epkwMVpp-DBx3HPSxgEAAYASAAEgILSfD_BwE">Shop2rock</a>, international zumindest bei <a href="https://www.amazon.de/Adoro-Heritage-Naturfell-Imitat-Schlagzeugfell/dp/B0CDC48QDM?th=1">Amazon</a> sowie bei <a href="https://custom-drums.de/">Adoro</a> direkt, in Kanada bei dem Musikhändler <a href="https://www.long-mcquade.com/?page=search&amp;SearchTxt=adoro%20heritage">Long &amp; McQuade</a>.  Bleibt zu wünschen, dass sich hier auch mal die Qualität durch setzt, für mich sind diese Felle schon jetzt die größte Neuerung, welche die Branche in den letzten 30 Jahren hervor gebracht hat! Besser haben meine Drums nie geklungen, und ich muss dafür weder neue Drums noch irgendwelche teuren Gadgets kaufen, einfach nur die Felle wechseln!</p>
<p>Links:<br />
<a href="https://www.bonedo.de/artikel/adoro-praesentiert-heritage-felle/">Testbericht von Bonedo</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img alt='Christoph Schmieding' src='https://secure.gravatar.com/avatar/2df45c0dd6aae0eed43e6633362c3fa907a6914ec46e42965f350bb85d1c4742?s=100&#038;d=mm&#038;r=x' srcset='https://secure.gravatar.com/avatar/2df45c0dd6aae0eed43e6633362c3fa907a6914ec46e42965f350bb85d1c4742?s=200&#038;d=mm&#038;r=x 2x' class='avatar avatar-100 photo' height='100' width='100' itemprop="image"/></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/chrisdan/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Christoph Schmieding</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Aufgewachsen als Gemeindemusiker, trommelt Chris heute in verschiedenen Projekten im Bereich Singer/Songwriter, Gospel, Jazz und Improvisationsmusik. Chris ist Teil der Mosaik Community Düsseldorf, die im Rahmen ihrer &#8222;Kulturbühne&#8220; regelmäßig Konzerte mit bekannten Künstlern in Wohnzimmer Atmosphäre organisiert.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Alles Vintage &#8211; was macht alte Drums so gut?</title>
		<link>https://www.lowvolumedrumming.org/de/alles-vintage-was-macht-alte-drums-so-gut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Korth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2024 10:50:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Drums]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[40er]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich erhielt ich diese E-Mail, und ich dachte, dass dies ein sehr interessantes Thema ist, das ich gerne ansprechen möchte: Moin Stefan, ich war Samstag auf einem Musikerflohmarkt, und da war ein Typ, der alte Schlagzeuge wieder instand setzt und sagt, dass die alten 30-50 Jahre alten Holzkessel besser klingen, weil sie richtig durchgetrocknet sind, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich erhielt ich diese E-Mail, und ich dachte, dass dies ein sehr interessantes Thema ist, das ich gerne ansprechen möchte:</p>
<blockquote><p><em>Moin Stefan,</em><br />
<em>ich war Samstag auf einem Musikerflohmarkt, und da war ein Typ, der alte Schlagzeuge wieder instand setzt und sagt, dass die alten 30-50 Jahre alten Holzkessel besser klingen, weil sie richtig durchgetrocknet sind, ähnlich wie bei den Vintage-Gitarren von Fender, Gibson und Gretsch.</em><br />
<em>Was denkst du darüber?</em><br />
<em>Gibt es Vorteile von alten 30-50 Jahre alten Schichtholzkesseln im Vergleich zu neuen Holzkesseln, abgesehen davon, dass sie damals in Deutschland und Japan hergestellt wurden und nicht in China?</em></p>
<p><em>Sonnige Grüße, Klaus</em></p></blockquote>
<p>Die Annahme, dass &#8222;durchgetrocknetes Holz&#8220; Vorteile bei Schlagzeugen bietet, würde ich eher als Mythos einstufen. Der Verweis auf Gitarren macht deutlich: Hier geht es nicht um das Alter des Holzes &#8211; man kann auch neue Instrumente aus 50 Jahre altem Holz herstellen, da oft das Holz bereits Jahrzehnte vor dem Bau gelagert wurde -, sondern um die Tatsache, dass sich bei Vollholzdecken diese &#8222;einschwingen&#8220;, d.h., sie werden durch regelmäßiges Spielen ständig in Schwingung versetzt, was den Klang beeinflusst. Das ist eine laienhafte Beschreibung, da ich nicht genau weiß, wie dieser Prozess vonstattengeht, und es wohl eher eine Vermutung als eine genaue Wissenschaft ist (in Blindtests mit echten Stradivaris und künstlich gealtertem Holz konnten die Zuhörer die Stradivari nicht mehr eindeutig identifizieren und bevorzugten die neuen Geigen &#8211;<a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/geigen-mythos-blindtest-entzaubert-die-stradivari-a-806748.html">Link</a>)</p>
<p>Wie auch immer die Theorie lautet, sie schließt definitiv Sperrholzdecken aus.</p>
<p>Nun haben wir bei Schlagzeugen das Problem, dass wir nicht die Decke, sondern den Korpus bauen. Der Korpus schwingt nicht, und er besteht aus Schichtholz. Diese Erklärung funktioniert hier also nicht.</p>
<figure id="attachment_565" aria-describedby="caption-attachment-565" style="width: 345px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="565" data-permalink="https://www.lowvolumedrumming.org/de/alles-vintage-was-macht-alte-drums-so-gut/goldensnare/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?fit=524%2C634&amp;ssl=1" data-orig-size="524,634" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;13&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 5D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1178368702&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;50&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;1600&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="goldensnare" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?fit=248%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?fit=524%2C634&amp;ssl=1" class="wp-image-565" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?resize=345%2C417&#038;ssl=1" alt="" width="345" height="417" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?w=524&amp;ssl=1 524w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/goldensnare.jpg?resize=248%2C300&amp;ssl=1 248w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /><figcaption id="caption-attachment-565" class="wp-caption-text">Moderne Snare Drum mit &#8222;Vintage Kessel&#8220; &#8211; dampfgebogenes Walnuss Holz mit Verstärkungsringen.</figcaption></figure>
<p>Es kann jedoch durchaus sein, dass ältere Instrumente besser klingen als heutige, aber das kann verschiedene Gründe haben. Der allererste Grund ist wohl, dass Schlagzeuge heute anders gebaut werden als noch in den 50ern. Mit dem Beginn der Beat-Ära begann auch die Massenproduktion von Schlagzeugsets, was zu komplett anderen Produktionsmethoden und Kesselaufbauten führte. Vorher wurde das Holz dreilagig verleimt und dann um einen Verstärkungsring gerollt, ähnlich wie beim Gitarrenbau, während man Mitte/Ende der 60er Jahre fast vollständig auf industrielle Fertigung mit Kessel- bzw Zargenpressen umstellte. Der Begriff &#8222;Kessel&#8220; ist eigentlich unpassend für das, was wir beim Schlagzeug finden: Pauken haben Kessel, Schlagzeuge haben Zargen. Kessel haben immer einen Boden; wenn er kein Wasser halten kann, ist es eine Zarge. Leider hat sich beim Schlagzeug der Begriff &#8222;Kessel&#8220; eingebürgert, obwohl wir eigentlich wissen sollten, dass das falsch ist, da wir für den Wasserkessel denselben Begriff verwenden. Leider, denn dadurch werden oft Eigenschaften, die einem Kessel eigen sind, fälschlicherweise auch auf eine Zarge übertragen, obwohl sie musikalisch eine völlig andere Funktion und Physik haben.</p>
<p>Man muss also genauer hinsehen, warum man meint, dass ältere Schlagzeuge besser klingen. Ich würde das nicht pauschal bestätigen, sondern nach äußeren Merkmalen suchen: In der Zeit vor &#8217;64 gab es keine Marshall-Verstärker auf den Bühnen, die übertönt werden mussten; Schlagzeugsets wurden als akustische Instrumente für den Raum gebaut, nicht halbakustisch für die Verstärkung. Heute werden Schlagzeuge jedoch hauptsächlich für Mikrofone gebaut; das Synonym für Schlagzeug ist &#8222;laut&#8220;, was bereits darauf hinweist, dass es nicht gut klingt (wir definieren Lautstärke nicht anhand von Schalldruck, sondern Klang; einen unausgewogenen, unangenehmen Klang empfinden wir als laut). Die Lautstärke der Trommeln kam nicht von ungefähr. Ich habe dazu bereits einen längeren Artikel verfasst, zusammen mit Wayne Blanchard, A&amp;R bei Sabian seit den 80ern, der mit Künstlern wie Mike Portnoy und Phil Collins gearbeitet hat und die 60er Jahre noch live erlebt hat:</p>
<p><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/how-did-drumming-get-so-damned-loud/" target="_new" rel="noreferrer noopener">https://www.lowvolumedrumming.org/how-did-drumming-get-so-damned-loud/</a> (derzeit nur auf Englisch, aber leicht mit deepl.com übersetzbar, wenn der Browser das nicht automatisch macht…)</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_558" aria-describedby="caption-attachment-558" style="width: 493px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-558 " src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?resize=493%2C493&#038;ssl=1" alt="" width="493" height="493" srcset="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?w=612&amp;ssl=1 612w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2024/05/388202_10152369582270387_1214099991_n.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w" sizes="auto, (max-width: 493px) 100vw, 493px" /><figcaption id="caption-attachment-558" class="wp-caption-text">Das Recording-Setup bei den Aufnahmen für das Debütalbum von Royal Blood. Dank eines akustisch optimierten Schlagzeugs wurde das Set fast ausschließlich mit dem Raummikrofon aufgenommen. Dank warmer Stimmung können so auch die tiefen Obertöne eingefangen werden, die beim Close-Miking nicht erfasst werden.</figcaption></figure>
<p>Die großen Schlagzeuge, wie wir sie von den Jazzbands der 60er kennen, waren bereits vor der Verstärkung auf Lautstärke ausgerichtet, da eine Bläserbigband verdammt laut sein kann. Normale Schlagzeugsets hatten jedoch in der Regel kleinere Größen, eine 18-20-Zoll-Bassdrum, recht flache, kleine 10- oder 12-Zoll-Snares und oft Bongos anstelle von Toms. Auch die Spielweise (traditioneller Griff) trug dazu bei, dass diese Schlagzeuge wesentlich angenehmer klangen als ihre modernen Pendants. Dies wurde durch die Verwendung von Kalbfellen, kleinere Korpusgrößen und dünnere Korpusse erreicht (die Verstärkungsringe waren technisch notwendig und nicht entscheidend &#8211; bei modernen Schlagzeugen sind sie aufgrund der völlig anderen Bauweise überflüssig und führen nicht zu dem gewünschten Ergebnis, da sie nicht den Klang des Korpus so warm machen…). Zwar führte bereits die Einführung von Kunststofffellen zu einem deutlich lauteren Spiel der Schlagzeuger, aber mit der Beat-Ära begann auch eine Zeit, in der Schlagzeuger häufiger ohne traditionelle Ausbildung in ihrer Spieltechnik einfach losspielten und dabei von großen, lauten Trommeln angezogen wurden. Schlagzeuge, die auf klangliche Qualität optimiert sind, wurden von ihnen gemieden, und heute finden sie kaum noch ihren Weg in den Handel. Stattdessen wurde zur Gewohnheit, dass jede Trommel einzeln mit mindestens einem Mikrofon abgenommen und verstärkt wird, egal wie klein die Veranstaltung ist. Schließlich war der Motor der Beat-Ära und der folgenden Zeit die Rockmusik, was bedeutete, dass elektrisch verstärkte Musik populär wurde. Der Klang wurde dadurch flexibler (&#8222;fix it in the mix&#8220;), und Ausgewogenheit war nicht mehr notwendig. Dass das Schlagzeug &#8211; eigentlich ein akustisches Instrument &#8211; zu einem halbakustischen Instrument mutierte, fällt meist nur den Schlagzeugern auf, die viel akustisch spielen, und dann oft ohne zu wissen warum, auf Instrumenten spielen, die vor den 60ern gebaut wurden. Eigentlich sollten heutige Schlagzeuge, wie es bei halbakustischen Instrumenten üblich ist, mit einem eigenen Abnahmesystem geliefert werden, aber das hat sich nicht durchgesetzt ($$$ &#8211; warum sollte man Mikrofone mitbezahlen, wenn sie in der Veranstaltung sowieso bereitgestellt werden?!)</p>
<p>Nun weißt du, warum. Nein, es liegt nicht am Holz. Aber ja, solche Schlagzeuge können, wenn sie gut in Schuss sind, sehr gut klingen.</p>
<p>Dies ist quasi das Fachgebiet von Adoro, da sie ebenfalls Schlagzeuge für den akustischen Einsatz bauen, und die obige Erklärung muss normalerweise vorangestellt werden, um zu erklären, was der Unterschied zu normalen Schlagzeugen ist. Denn dass Schlagzeuge heute quasi halbakustische Sets ohne Abnahmesystem sind, weiß fast niemand.</p>
<p>Der Vorteil echter akustischer Schlagzeuge ist übrigens, dass sie mit jedem guten Mikrofon gut klingen und wenig Erfahrung bei der Abnahme erfordern &#8211; ein gutes akustisches Instrument kann man mit einem guten Kondensatormikrofon abnehmen, mit möglichst großem Abstand (mindestens 30 cm, besser 1-2 m), dann klingen sie voller, und mit neutraler EQ-Einstellung (ursprünglich nur zum Entzerren gedacht, um den akustischen Klang möglichst verlustfrei reproduzieren zu können). Und man benötigt auch keine speziell für Schlagzeuge präparierten Räume. Es ist seltsam, dass &#8222;normale&#8220; Schlagzeuge für eine Abnahme nur in teuren Studios gut klingen, mit einem speziell für Schlagzeug ausgelegten Raum, mit speziellen Schlagzeugmikrofonen und isoliert von allen anderen Instrumenten.</p>
<p>Wer das nicht will, greift zu Vintage-Schlagzeugen oder kauft ein Adoro-Set 🙂</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.lowvolumedrumming.org/wp-content/uploads/2019/10/faz_stefan_th.jpg?resize=100%2C100&#038;ssl=1" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.lowvolumedrumming.org/de/author/admin/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stefan Korth</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Stefan ist Schlagzeugbauer und Unternehmer. Mit seinen &#8222;leisen Schlagzeugen&#8220; hat er einen eigenen Ansatz an das Trommelbauen: er hat sich auf den Bau von Schlagzeugen spezialisiert, die tatsächlich akustisch gespielt werden. Passend dazu schuf und vertreibt er sehr erfolgreich die Silent Sticks, Trommelstöcke, die 80% leiser sind, sowie Heritage Heads, Attack-reduzierte Schlagzeugfelle  für den akustischen Einsatz. Er ist verheiratet, hat 5 Kinder, und lebt mit seiner Familie in Hamburg.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Instagram" target="_self" href="https://www.instagram.com/madmarian/" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-instagram" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><path fill="currentColor" d="M224.1 141c-63.6 0-114.9 51.3-114.9 114.9s51.3 114.9 114.9 114.9S339 319.5 339 255.9 287.7 141 224.1 141zm0 189.6c-41.1 0-74.7-33.5-74.7-74.7s33.5-74.7 74.7-74.7 74.7 33.5 74.7 74.7-33.6 74.7-74.7 74.7zm146.4-194.3c0 14.9-12 26.8-26.8 26.8-14.9 0-26.8-12-26.8-26.8s12-26.8 26.8-26.8 26.8 12 26.8 26.8zm76.1 27.2c-1.7-35.9-9.9-67.7-36.2-93.9-26.2-26.2-58-34.4-93.9-36.2-37-2.1-147.9-2.1-184.9 0-35.8 1.7-67.6 9.9-93.9 36.1s-34.4 58-36.2 93.9c-2.1 37-2.1 147.9 0 184.9 1.7 35.9 9.9 67.7 36.2 93.9s58 34.4 93.9 36.2c37 2.1 147.9 2.1 184.9 0 35.9-1.7 67.7-9.9 93.9-36.2 26.2-26.2 34.4-58 36.2-93.9 2.1-37 2.1-147.8 0-184.8zM398.8 388c-7.8 19.6-22.9 34.7-42.6 42.6-29.5 11.7-99.5 9-132.1 9s-102.7 2.6-132.1-9c-19.6-7.8-34.7-22.9-42.6-42.6-11.7-29.5-9-99.5-9-132.1s-2.6-102.7 9-132.1c7.8-19.6 22.9-34.7 42.6-42.6 29.5-11.7 99.5-9 132.1-9s102.7-2.6 132.1 9c19.6 7.8 34.7 22.9 42.6 42.6 11.7 29.5 9 99.5 9 132.1s2.7 102.7-9 132.1z"></path></svg></span></a></div></div></div>]]></content:encoded>
					
		
		
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